Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1863)
- Article
- Teweth
- Date
- 1863-01-01
- Page
- 149 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Jesataö und seine Welt. IV. 149 Rechts und des tiefsten Erbarmens und der freiesten Liebe, kündigte sich als die ״Hand" eines gerechten Richters und eines liebenden Vaters an, die Fürsten und Thronen, Staaten und Volker darntederwirft, nicht weil er neidischer Feind menschlicher Machtgröße wäre, sondern weil diese Mächte sittlich faul, für jede sittliche, Zukunft verloren geworden; der aber in demselben Momente um des künftigen sittlichen Menschenideals, das Er in ihm schaut, und um der welterlösenden Tradition deren Träger er ist und werden soll, sich zu dem ärmsten, verachtetften, macht- und rechtlosen Paria niederbeugt, ihn, den Macht- Besitz- und Freiheitberaubt am Boden sich verblutenden, zu einem neuen, und von nun an unsterblichen Leben anfzuheben, einem Leben, das er mit aller Macht, aller Selbstständigkeit, allem Güter- und Freuden-Reichthum, die nur das Ideal der Wünsche aller übrigen Völker bilden, auszustatten bereit ist um den einen einzigen Preis der Erfüllung des von Seinen Willen dtktirten Sitteugesetzes, und der eben durch diese geschicktliche Erscheinung in die Mitte der Völker die Botschaft an jedes Volk, an jeden Menschen hiuaussendet: Last fahren den Wahn, du müssest dir die Welt und in ihr die Macht dir erobern um zu sein und zu leben. Mir lasse die Macht, mtv die Sorge um dein Dasein, und Leben! Nimm Du nur Dasein, Leben und Macht als Mittel zur Erfüllung meines Willens hin, sei Du nur sittlich und brav, dann ist meine Macht dein: Himmel und Erde stelle ich in den Dienst des Sittlichen und Braven! Das ist es, die völlige Umkehrung der Welt-Anschauung und der Lebens-Bestimmung ist es, die dieses Volk in bcu Gegensatz zu den anderen Völkern stellt und es eben zum Pharus und Lootsen für die rath:- und ziellos auf dem Meere der Zeit Schiffenden macht. Seine ganze Geschichte ist nichts als Erziehung für diese Bestimmung und Erfüllung derselben, sowie sein Gesetz die Gestaltung seines Lebens für dieselbe. Sehen wir uns nun im Jesaias um, was dort über-die Bestimmung dieses Volkes ausgesprochen und wie die Gegenwart seiner jüdischen Welt sich zu dieser Bestimmung verhalten. Wir kennen bereits die hohe Seraph-Erscheinung, die den Propheten zum Bewußtwerdeu der hohen Bestimmung seines Volkes einleitete. Aus freiem Entschlüsse seraphgleich rau Gottes Tbron stehen, Blicke verhüllt, Schritte verhüllt, nur im treuen Dienste ge-