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Jeschurun · 1863-01-01 · Heft 4 (Januar 1863) · p. 148

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 4 (Januar 1863)
Article
Teweth
Date
1863-01-01
Page
148 (sequence 2)
Language
German
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LeweLH. MS heit nnd Vielgötterei ist bet weitem nur eine ungemein schwache Anbeutuug des Gegensatzes, in welchem dieses Volk zu der übrigen Menschheit aufzutrcten hatte. Israels Gott — um so zusprechen — und die Götter der Völker find nicht bloße quantitative Gegensätze, daß diesseits nur Einer sei, deren jenseits Viele, daß etwa dieser Eine nur alle die Attribute der Macht in sich vereinigte, die dort sich auf die Viele verthcilen; vielmehr sind diese Götter der Völker אלהים אחרים, andere Götter, selbst in der Wahnvorstellung der Menschen andere Wesen, ״denn כלאלהיהעמים אבירים, alle Götter der Völker find nur verneinende Wesen, Gott aber hat Himmel geschaffen, Würde und Schone sind noch vor seinem Angesichte, und Selbstständigkeit und Herrlichkeit in seinem Heiligthum zu findend ״Saget es unter Völkern: ist Gott König, dann kommt auch die Menschenwelt zur Ruhe, daß sie nicht mehr wanke, dann leitet er Nationen in Geradheit, dann freuen sich die Himmel, dann jauchzet die Erde, Meer und was es füllt wallet auf, fröhlich ist die Flur und was sie trägt, es singen dann alle Waldesbäume Gott entgegen wenn er kommt; denn Er kommt die Erde zu ordnen, er ordnet die Menschcnwelt im Recht und Nationen im treuen Festhalten an ihm " Wohl ist den Göttern gegenüber das erste Attribut des Gottes Israels die alle andern Mächte als selbstständige Mächte verneinende Allmacht, und wohl war seine erste Offenbarung in Mitte einer seiner vergessenen Welt, wie Er ״auf leichtcr Molke dahinfuhr und es lagen zertrümmert die Götter Mizraims"; wohl hatte die Welt erst wieder das A-B-C der Menschen- Wahrheit zu lernen כי אני ד׳, daß es Einen Gott gebe, von dessen persönlichem Willen jeder kommende Augenblick des gesammten Weltalls abhängt, כי אגי ד׳ בקרב הארק, daß dieser persönliche Wille dieses Einen Gottes auch über jeden kommenden gestaltenden Moment mitten in den irdischen Verhältnissen gebiete, endlich כי לד' הארץ daß auch die Erde mit jeder einzelnen Fuge jedes ^einzelnen Wesens wie mit jedem Gesammtschritte ihres Weltganzen dieses Gottes sei, von Seinem Willen ihr Dasein friste, Seinem Willen bewußt und unbewußt diene, und Nichts im Himmel und auf Erden ohne ihn sei oder sich seiner Allmacht entziehen könnte. Allein es kündigte sich sofort diese Macht nur als Werkzeug im Dienste der höchsten sittlichen Momente, im Dienste des höchsten

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