Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1862)
- Article
- Altjüdische Frömmigkeit
- Date
- 1862-12-01
- Page
- 134 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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134 AlWIschk FrvmmIMt. Liebreiz, vergänglich die Schönheit, ein Weib, das Gott fürchtet, das mag sich rühmen." Da sind 1־1׳, achtzehn Sprüche von Gottesfurcht parallel den achtzehn Leben störenden Trefoth; sie sagen dir: auch wenn man dem Menschen das Leben nehme, frevle er gegen den nicht, der Tod und Leben giebt. Verlierst du um ihn dein Leben, so giebt er dir neues Leben, erhältst du wider ihn dein Leben tvo du es um der Heiligung seines Namens willen hättest hinopfern sollen, so nimmt er dein Leben und wer will dich aus Seinen Händen retten? Und weil das Leben an ־!"׳>, an achtzehn vitale» Organen des Leibes hängt, darum heißt das Lebendige 1!׳, und ׳n Gottesfurcht-Sätze den ׳n Lebcnsorganen entsprechend. Wenn du Göttin allen Beziehungen fürchtest wird Er in allen Beziehungen dein Leben erhalten, denn ״Gottesfurcht ist des Lebens Quell von den Schlingen des Todes zu weichen!" Erst als Abraham seines Sohnes Isaak Leben Gott hinzuopfern bereit war ward er gottesfürchtig genannt. Jetzt weiß ich, sprach Gott zu ihm, daß du gottesfürchtig bist und hast mir deinen einzigen Sohn nicht geweigert. 69 (158). Achtzehn Sätze von Gottesfurcht entsprechend den achtzehn Berachoth der Thestlla, dich zu erinnern in Ehrfurcht vor Gott zu siehen wenn du beteMwie es heißt: dienet Gott in Ehrfurcht! Dich ehrfürchttt man mMder Morgenröthe! Diese Ehrfurcht zeige sich auch in der Art deines Betens, daß du nicht eilest, als ob du dich freust wenn du nur erst damit zu Ende wärest, sondern bei jedem Worte denke daran was du sprichst. Hättest du einem sterblichen Könige ein Anliegen vorzubringen, wird er dich wohl gnädig aufnehmen, wenn du so eilfertig zu ihm sprächest? Er würde dir nicht nur nicht willfahren, er würde meinen du triebest Scherz mit ihm und wiese dich fort. Achte darum auch den König der Könige nicht geringer als einen der. so tief unter ihm stehenden irdischen Könige. Und wenn -u ihn durch Gesänge verherrlichen willst so siehe darauf, daß die Melodien ansprechend und schön sein wie es Gesängen der Verherr- Eichung geziemt. Sprichst du Bittgebete, so spreche sie bittend und fieheyd, dem Armen gleich, der zu einem Könige fleht. Würde der nicht auch, bevor er zum Fürsten hintritt sich seine Vortrag ordnen,