Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1862)
- Article
- Kislew
- Date
- 1862-12-01
- Page
- 111 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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ÄcsataS und seine Welt. III. 11! dahin kommen, Jerusalem-Zion, dem Staate unserer Verheißung zu gleichen, ״der friedlichen St tte, dem Zelte, das —nicht zu schwer ist für die Pflöcke, die es halten sollen — das nicht immer wieder und wieder seine Pflöcke selber auSlockert und von dessen Seilen keines reißt" $ die, nach den andern Worten des Propheten (ebendas.), nie mit dem Ausrüsten des Staatsschiffes fertig werden, geschweige, daß sie es je stott machen sollten, die ״seitdem man Zion's Seile verlassen, nimmer dazu kommen ihren Mastbaum zu befestigen, ja noch nie ein Segel aufgespannt!!" — In dieser, nur nach Besitz und Macht jagenden, den Menschen nur nach seinem Antheil an Besitz und Macht schützenden Welt giebt cs, wie es scheint, nur einen Stand, der die Corruptheit dieser Zustünde fühlt, der wenigstens ihrer unseligen Folgen am fühlbarsten inne wird und daher nach einem erlösenden Umschwung sehnsüchtig ausblickt, und das sind die העניים והאביונים מבקשים מים ואין לשונם ״ ,בצמא נשתהdie Armen und Abhüngtgen, die Wasser suchen und es nicht finden, deren Zunge in Durst vergeht" (41 ״), das ist eben derjenige Stand, der mit Nothwendigkeit in jeder solchen Weltstellung den Grundstock der socialen Pyramide bildet, derjenige Stand, der in dieser Jagd nach Besitz und Macht zu kurz kommt, nur Reiche und Mächtige über sich, aber keinen unter sich erblickt, auf dessen Armuth der Andern Reichthum, auf dessen Abhängigkeit die Macht der Andern fußt. Es sind das diejenigen, die zuerst die Offenbarung der Gottes-Allmacht gewahren, wenn Er (״ (26 ״die Bewohner der Höhe gebeugt, die hochragende Burg, sie niederwirft, sie bis in den Staub reichen läßt, daß der Fuß sie betritt, der Armen Füße, der Dürftigen Schritte —" denen (das. 25), ״der Geist der Machtkecken wie mauerpeitschender Regeusturz war." Ob diese Besitz- und Machtlosen weniger korrupt als die Besitzenden und Mächtigen gewesen, ob sie nicht um so mehr Besitz und Macht vergötterten, je höher und unerreichbarer ihnen diese socialen Götter standen, ob sie nicht ihren geringen Antheil an Besitz und Macht ebenso mit Dahingebung jedes sittlichen Funkens erkauften und nur das Maß des Erfolges Höhere und Niedere schied — darüber finden wir im -Propheten keine Andeutung. Nur wenn der mit dem Gottesgeiste gerüstete Jsai's Sprößling kommt, mit dem Geiste des Raths und der Stärke, dem Geiste der Kenntniß und der Got-