Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1862)
- Article
- Kislew
- Date
- 1862-12-01
- Page
- 110 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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HO Kirlkw. - fallenheit mit ihrer Welt entspringenden physischen und socialen Uebel Heilung in — Association. Jede Vereinigung, die nur vom Interesse geschürzt Ist, wird fortwährend vom Interesse erschüttert, wird endlich vom Interesse gesprengt, gewährt mit Nichten dauernde Daner. Sie ahnen es, heißt es im 41. Kap., sie ahnen es, daß durch die vom Osten her in die Menschengeschtchte eingeführte Erscheinung Gott eine andere Gestaltung herbeiführt, sie fühlen es, daß es sich um den Gottessieg des צדק, der Gerechtigkeit im Gegensatz zu ״Schwerdt und Bogen", somit um Leben und Tod ihres Schaffens handelt und darum führt die Angst sie zusammen; was dem Einzelnen nicht gelingt, soll der Vereinigung gelingen, ״ ,קרבו ויאחיוןsie rücken näher und kommen, Einer will dem Andern helfen und spricht zum Brnder: sei stark! Da unterstützt der Schmied den Schmelzer, der Hammerpolirer den Ambosschläger, spricht vom Anschluß, er fei gut — und befestigt ihn doch mit Pflocken, daß er nicht wanke!!" Woraus beruht die Association? Der ״Schmied braucht den Schmelzer", der Handwerker den, der ihm den Rohstoff zur Arbeit liefert; der ״Hammerpolirer braucht den Schmied", der Werkzeuge macht, den, der des Werkzeugs zur Arbeit bedarf. Auf dieser ״Thetlung der Arbeit", aus diesem Bedürfniß-Calcül beruhen alle mcnschengeseüschaftlichen Vereine, Interesse ist im letzten Grunde der ganze Kitt des Oontrat soeis.!: ״man hilft, weil man des Geholfenen bedarf; man Hilst um wieder geholfen zu werden!" Und darum ist dieses gesellschastliche Band so locker, und darum — weil das Band nur ein äußeres ist, — bedarfs fortwährend äußerer künstlicher Hülfsmittel, das Band zusammen zu halten. Jeder ist ja seines Interesses eigcner Rechenmeister, fordert das gesellschaftliche Interesse nur solange, da, und dann, wo und wann er damit das eigens Interesse zu fördern glaubt. Daher die fortwährende Nothwendigkcit ״socialer Klammern", menschengesellschastlicher Zwangsmittel, die die Menschen zu ״ihrem eigenen Vorthetl" zwingen müssen, wenn der Verband bestehen soll. Daher auch die ewigen Staats-Erperimente, die nimmer fertig werden, die immer am Anfang stehe», die trotz aller Ersahrung noch nicht die Elementarwciöheit gelernt haben, wie gründet man Staaten, daß Volker friedlich und glücklich znsammenleben, die, um mit den Worten des Propheten 33 ״ zu sprechen, mit allem ihrem Dünkel und mit all ihrer diplomatisch tiefen Weisheit nie