Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1862)
- Article
- Kislew
- Date
- 1862-12-01
- Page
- 101 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Jesaias und seine Welt. III. 101 Ungleichheit in den Menschenkrets, die die einheitliche Menschenfamitte zu einem Menschenwald gestaltete, in welchem ״die hohe Ceder über die niedere, und die niedere noch über die Eiche emporstrebt", oder zu einer Gebirgs-Ebene, in welcher Hügel über Hügel und Berg über Berg emporragt. מגדל ו.בוה und חומה בצורה, hohe Festungen und starke Mauern sind darum die ultima ratio der Menschheit als Sicherung ihrer Macht und Besitz vergötternden Große, אניות תרשיש und שכיות החמדה, Tarschtsch-Schiffe und Lust- Phantasien die rastlosen Ministranten der Macht und der Lust, aus transatlantischen Fernen immer neue Gäter der Macht, und aus den Fernen erfindungsreicher Phantasie immer neue Arten des Genusses dieser Güter zu holen. Und während die Selbstachtung des Menschen nach sittlichen Momenten einen Jeden hoch erhoben und frei dahinstellt, unberührt und unerreichbar von allen Wechselsällen seiner materiellen Welt, ist diese mächtige, reiche Welt, die sich in ihrem Besitz so unendlich groß und erhaben dünkt, doch im Grunde unendlich klein und niedrig, schwach und hülflos pretsgcgeben, und gerade die Höchsten am schwächsten und niedrigsten — וישח אדם וישפל איש — so klein diese Menschheit/ so niedrig diese Männergrößen, daß אלילי כספו ואלילי והבו, daß die Götzen des Silbers und Goldes diesen großen, erhabenen Menschen dahin gebracht — להשתהות להפר פרות ולעטלפים — sich vor Fruchtgräbern und Maulwürfen zu beugen — sich mit seiner ganzen Hoheit und Erhabenheit abhängig zu fühlen von dem Zahn nnd der Gunst des kleinsten Nagethiers, das ihm seine Feldfrüchte unterwühlen, seine Aeckcr verwüsten, und seiner ganzen stolzen Größe Wurzel und Boden vernichten könnte!! Diesem Bild, welches das zweite Kapitel von der Welt noch in dem Momente jener späten Zeit entwirft, in welcher durch die geschichtlichen Trümmer-Resultate der Jahrhunderte endlich das Bewußtsein ärmster und niedrigster Wirklichkeit andämmernd den Wahn dünkelhafter Große zu verdrängen beginnt, entspricht nun ferner Alles, was der Prophet von seiner Gegenwart uns weiter zu offenbaren hat. Nicht nur die riesige, Alles nicderwerfends assyrische Macht unter dem ״großen König Aschurs" tritt überall in dem uuendlichen Bewußtsein dieser Macht-Größe auf, auch Babylon (,, 13) psiegt nur גאון זדים גאות עריצים, den Hochmuth schrankenloser Willkür, du! 4«