Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 2 (November 1862)
- Article
- Cheschwan
- Date
- 1862-11-01
- Page
- 58 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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88 Chkschwä». ״ tigkeit habe ich, Gott, dich berufen und halte dich fest an der Hand und bewahre dich und lasse dich werden zur Völkervereinigung, zum Lichte von Nationen, blinde Augen zu offnen, Gefesselte aus der Sperre, aus dem Kerker zu führe», die im Finstern sitzen. 'אני ד das ist mein Name, und meine Ehre lasse ich keinem Andern und meine Anerkennung nicht den Göttern!" (Jcs. 42). /אור ,בדית עס 2את —- Einheit, Wahrheit, Freiheit war aus der Welt-Anschaunng geschwunden, und damit auch ans der Welt der Menschen gebannt, und nur pnu, der Rechts-Gedanke, mit welchem Gott seinett Herold, in •die, Macht und Leidenschaft vergötternde Welt hiuaüsgesendet, wird der Welt und Menschheit Einheit, Wahrheit und Freiheit wiedcrbringeu. u . ' In Mitte dieser Götter-Welt erschien das Judenthum mit seincm bildarmen, vereinsamten Altar im Gcsetzestempel als gottloser Frevel gegen die Götter, also, daß Sanheribs Gesandter zum Volke des Hiskijahu sprechen konnte: ״Entgegnet ihr mir aber, auf ,ד, unfern Gott vertrauen wir: so ist der es ja eben, dessen Anhöhen und Altäre Hiskijahu fortgeschafft, und zu Juda und Jerusalem gespröchen: nur vor diesem Altäre sollt ihr euch beugen!" So völlig :inbegriffen war die jüdische Wahrheit in der jesaiairischen Welt. Israels Gott war auch eben nur ein Nationalgott wie die Götter von Hemäsch, von Arpad und Sefarwajim und zwar der ärmstem mit seinem bildarmen, vereinsamten Kultus. Darum -sehen wir den •Propheten mit der Schärfe des Wortes׳ und der Geißel der schonuügslosesten Ironie in den Kreis der Götter-Nationen-treten um vor Allem von innen heraus, durch die Erkcnutniß den Blindheit, in welcher ihre Götter sie hinsichtlich des Verständnisses der Wcltereignisse ließen, so wie durch die Erkenntniß. des Widerspruchs, in welchem jeder Götter machende und Götter verehrende Mensch durch sein eigenes, inneres Bewußtsein stehen muß, die Erkenntnis; der Wahrheit anzubahncrr. ״Bringt euren Protcst näher, spricht Gott, laßt eure Stützen hertreten, spricht Jakobs König. Laßt ׳sie dahertreten und uns sagen, was sich begeben wird. Deutet .uns -auch nur' dic-Vcrgangenhc-it also, daß wir unfern Sinn darauf richten und ihre Folgen erkennen können, oder laßt unö auch nur hören, was eben in Begriff ist cinzutreteu. Deutet unS das Kommende rückwärts (aus seinen Ursachen), so wollen wir schon