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Jeschurun · 1862-11-01 · Heft 2 (November 1862) · p. 53

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 2 (November 1862)
Article
Cheschwan
Date
1862-11-01
Page
53 (sequence 3)
Language
German
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JesaiaS und seine Welt. II. 53 mkas; fl ״Menschheit-Sohn" lautet die stehende Anrede an Jechcskeel, den Propheten, der, wie kein Anderer den Wiederaufbau des dritten und dann ewigen jüdischen Tempels und Staates in ronkrctester Gesetzlichkeit vorzubereiten gesendet worden; den Geschicken Egyptens und Phtlisteas, Moabs und Amons, Babylons und Tyrus gilt nicht minder ihr Wort; überall ist die Sammlung der Gesammtmenschheit zu Gott und der Ausbau des Gottesreichs, und mit ihm des wahrhaftigen ewigen Friedens unter allen Völkern der Erde, das letzte Ziel aller Gotteswaltungen mit Israel und der Menschheit. Und auch JesaiaS ist nicht ausschließlich für Israel Prophet. Wie schon das Wort seiner Berufung ihn in dem sich vollziehenden Auszug der Gottesherrltchkeit aus Israel nur den Anfang des über alle Völker stch vorbereitenden Gottesgerichtes und die Größe-Stcllung des gerichteten Israels in Mitte der gerichteten Völker offenbar macht: so sehen wir auch das Wort seiner Sendung Assur und Babylon, Egypten und Tyrus, Medien und Persien, Moab und Arabien, allen den Völkern geweiht, die aktiv und passiv die Träger der in seinen Tagen stch aufrollenden Völkergeschichte bilden; sie selbrr aber sind ihm nur Typen und Anfänge des großen ״Gottes- Plans, den Er über alle Völker beschlossen", und dessen leuchtendes Ziel: — Gottes Gesctzesheiligthum als Völker-Pharus auf Zions Höhe,: und zu seinen Füßen die Völker alle in Gerechtigkeit und Frieden durch Gerechtigkeit und Friede zum ewigen Heile vereint, —Israel und der Menschheit als Morgenroth-Hoffnüng für die Wanderung durch die Nacht-Jahrhunderte zu verkünden, kein Mund also wie JesaiaS' gewürdigt worden. Da mag der, dem erdichteten jüdischen Partikülarismus gegenüber, in dem ebenso erdichteten Schein des eigenen Cosmopolitismus sich sonnende Dünkel hingehen und sehen, wie so ein ״Judenprophet" die Geschicke der Völker mit durchlebt, ihre Schmerzen mitfühlt, in ihren Wehen kreiset, wie da nicht ein kalter, objektiver Griffel Myriaden Leichen und gebrochener Herzen verzeichnet, wie vielmehr mit glühendem Herzblut das Weh der Menschen besprochen wird, und suche dann unter den Männern der Völker ein Gleiches. Doch nicht eine Charakteristik des Propheten ist das, was wir uns sin diesen Blättern als Ausgabe gesetzt, vielmehr rnöchten wir zunächst aus seinen Reden uns ein Bild der jüdischen und ntchtjü- 4

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