Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 2 (November 1862)
- Article
- Cheschwan
- Date
- 1862-11-01
- Page
- 52 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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52 Eheschwan. und taub und unempfänglich für jene Belehrung machen; — allein diese Elemente durch den Zusammensturz aller politischen und bürgerlichen Macht begraben, und damit jenem inner« Kern, dem bleibenden Keim eines künftigen dauernden Hetligthums eben jene Zukunft gerettet und eröffnet; — gleichzeitig aber dasselbe Gottesgericht über den übrigen Völkerkreis der Menschheit in noch Vernichtenderm Maße verhängt, und, in Mitte dieser Jahrhunderte deS Verfalls der Menschheit, der überall hin zerstreuten, irdisch verlassenen, jüdischen Nation Sieg und Meisterschaft Vorbehalten: das dürfte die Gedankenreihe sein, auf die dem zum Gottesboten berufenen Propheten bei seiner Berufung Geist und Herz gerichtet worden, und diese Momente, — so dürfen wir schon von vorn herein ahnen — dürften eben diejenigen sein, die dem Bewußtsein seiner Zeitgenossen klar zu machen, und ihnen für alle Zukunft das Verständntß in der Brust der Nation zu sichern das vornehmlichste Ziel seiner Sendung Hilden sollten. Versuchen wir es daher, uns aus den Reden des Propheten ein Bild der jüdischen und nichtjüdischen Welt zu constrniren, an die und für welche er gesandt, und uns sodann den Inhalt dessen zu vergegenwärtigen, was er dieser Welt und für dieselbe zu verkünden gesendet worden. 1. Die nichtjüdische Welt. Wenn etwas geeignet ist die Lüge von dem partlkularistischen National-Gott der Inden, die noch immer von Munde zu Munde geht, weil man ihrer zur Glorifikation eines vermeintlichen christltchen Untversalismns und einer ebenso vermeintlichen allmältg fortschreitenden Offenbarung so bequem sich bedienen kann, wenn etwas geeignet ist, diese Lüge in der ganzen Erbärmlichkeit ihrer Nichtigkeit zu zeigen, so ist es das Wort, daß dieser ״jüdische Nationalgott" durch den Mund seiner Propheten verkünden ließ, so ist es der ganze Inhalt der Sendung dieser Propheten. Sie sind keines- Wegs blos an Israel und für Israel gesendet, haben keineswegs nur die Waltungen Gottes mit Israel und über Israel zum Verständniß zu bringen und durch dieses Verständntß ein richtigeres Bewußtsein und einen bessern Willen in Israel anzubahnen. גביא?יגויס, zum Propheten für die Völker sandte ausdrücklich Gott den Irre-