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Jeschurun · 1862-10-01 · Heft 1 (Oktober 1862) · p. 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
9 (1862-1863)
Issue
Heft 1 (Oktober 1862)
Article
Tischri
Date
1862-10-01
Page
10 (sequence 10)
Language
German
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IRI
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10 . ::U- Tischrl. ... pelschwellen bebend, und der Tempel-Inhalt im Begriff in Rauch zu vergehen gezeigt — :: Da sprach er : weh' mir, daß ich verstummen muß, denn ich bin unreiner Lippe, und das Volk, in dessen Mitte ich wohne, ist unreiner Lippe — - Wie der Tempel in dem Gegensatz , zu dem Rufe der Sera-- phtm zu vergehen drohte, so ist der erste Eindruck dieses Rufes auf Jesaias nicht minder das Bewußtsein seines ih» vernichtenden Gegensatzes zu ihm. Es drängt ihn das auszusprechen was er geschaut, allein er fühlt: weder er als Individuum, איש, noch er als Nativnale, als Jude, ist würdig auszusprechen was er geschaut. Nur Seraphim, die, Angesicht und Fuß verhüllt, in beflügelter Treue um Gottes Thron dienen, deren jegliches Daseins-Moment eine Verherrlichung des Heiligen Gottes der Heere ist, nur sie dürfen diese Gottes-Heiligung und.Verherrlichung'aussprechen, ihr Wesen und Wirken steht nicht in Widerspruch mit solcher Verkündung, ihr Wesen und Wirken ist nur eine Besiegelung Ihres Inhalts. Allein sein und seines Volkes Vergangenheit steht verurtheilt und vernichtet unter dem Donnerruf dieses Ausspruchs, ,כי את המלך ר' צבאו' ראו עיני ״denn den König 'ר' צבאו habe» seine Augen geschaut", denn er hat es jetzt geschant,!-was es heißt, dem Gott der Heere als König Hutdigen, hat geschaut welch' ein durch und durch anderes Leben der Mann -und das Volk bewähren müßten, wenn Mann und Volk Trägcr und Herold solcher Gotteshuldtgung sein sollten. Darum : weh' ihm, seine und seines Volkes Lippen sind unwürdig den Seraphim- Ruf nachzusprechen, weh' ihm, er fühlt, er müsse verstummen! Da siog — somit im Dienste Gottes — einer der — bis dahin der Gottesbefehle gewärtig stehenden — Seraphim zu ihm hin und in seiner Hand eine Kohle, 1 ■,יצפה .רצפה-ad. רצף, laut- und sinnverwandt mit רשף, Gluth, רשפיה רשפי אש (Cant. 8, 7). Dem Charakter der ש- und u-Wurzeln gemäß würde רשף die glühende- Kohle bedeuten, רצפה aber, die Kohle, in welcher die Gluth nur noch gleichsam kämpfend, gewaltsam zurückgehaltcn wird: die bedeckte Kohledie bereits an der äußern Oberfläche taub geworden und die Gluth nur noch im innern Kern birgt.- Daher : עוגת רצפים: Glühende Kohlen würden die Kuchen verbrannt haben, man backte sieauf bereits außen taub gewordenen. So auch (das. 3, 10)

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