Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1862-1863)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1862)
- Article
- Tischri
- Date
- 1862-10-01
- Page
- 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6 Tischri. sich sammelt, — auch seine Menschen, und seine Menschen zunächst, und im Kreise der Menschen in aller erster Linie Israel, das daher ganz besonders : 'צבאות ד genannt wird, indem er somit von dem kleinsten verschwindenden Keime bis zur größten Sonnenwelt, Alles von ihm an seinen Posten gestellten und bestellten Diener und Vollstrecker seiner Befehle sein läßt, auch indem somit Gott die Vollbringung seines Willens in die Hände vergänglicher, und, im Menschenkreise, selbst des Jrrthnms und des Fehles fähiger Diener gelegt, auch als Gott dieser Heereökreise, als 'ד' צבאו, bleibt er heilig, hat die Vollbringung seines Willens nicht hmausgegcben, damit nun dieser sein Wille sich den Verirrungen, Schwächen, Neigungs- und Willens-Unlauterkeiten seiner Diener akkomodire und füge, somit die Heiligkeit seines Willens durch das schwankende Werkzeug seiner Vollbringung selber getrübt werde; sondern damit durch diese Vollbringung und in dieser Vollbringung die schwankenden Werkzeuge sich zu der Entschiedenheit der Heiligkeit emporarbeiten undheilig werden, wie der Herr dem sie dienen heilig ist. Daraus folgt aber sofort, daß wir nur solange seine Diener sein können, als wir in uns das Bewußtsein dieser Aufgabe, durch den heiligen Willen Gottes uns zu heiligen und heilig zu werden, wach halten, nur so lange, als uns der heilige Wille des heiligen Gottes heilig, d. i. daS entschieden Absolute ist, durch welches unser Wollen bedingt wird und sich bedingen läßt. Sobald wir aber das Verhältniß umkehren, nnfern Willen,-unsere Wünsche und Neigungen als das Absolute hinstellen, und uns bereden, wollen, indem Gott die Vollbringung Seines Willens unserm Wollen anheimgegeben, habe er eben unfern Willen zum Maßstabe Seines Wollens geheiligt, i n dem Augenblicke zerreißen wir das Lehnsband, das uns an unfern Herrn nnd Meister bindet, machen wir uns unwürdig- und unfähig zu seinem Dienste, und haben zu gewärtigen,^ daß er uns aus der Zahl seiner Diener streiche. Das erste Faktum, das hier das bevorstehende, ja-bereits begonnene Scheiden der Herrlichkeit Gottes aus dem irdischen Tempel motiyirt und erklärt, lautet somit: 'ק׳ק׳ק' ד'■ צבאו, auch als ד' צבאות ist - Gott קדוש! Völlig übereinstimmend ist mit dieser Auffassung die jonatha- Nische Paraphrase dieser Stelle, die in dem ״heilig, heilig, heilig" ei-