Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 11 (August 1862)
- Article
- Jüdische Welt- und Lebens-Anschauungen
- Date
- 1862-08-01
- Page
- 531 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Mdische Wclt- und Le-niS-AüschaiirmM. VH. 581 wiegend das Gegenüber eines, an einem andern Orte, jedoch in dem Andern paralleler Linie befindlichen Gegenstandes, so אלכה מגרך 1. B. M. 33, 14. Das ist die Stellung des Weibes zum Manne. Eben um 11p zu werden, muß sie anderer Natur sei». Völlig gleichgeartet wäre fie Mann und beide trügen dieselbe, von Jedem im gleichem Umfange für sich allein zu lösende Aufgabe. So aber füllt fie einen andern Platz aus, innerhalb der von beiden nur gemeinschaftlich ganz zu lösenden Bestimmung. Aber ihre Stelle ist derjenigcn des Mannes vollkommen ebenbürtig parallel. Sie steht 5כנגרו Mann und Weib, Weib nnb Mann, das Eine ist die Ergänzung des Andern. Darum heißt auch Mann und Weib איש und .-!כי מאיש לוקחה ,אש, denn vom Manne ist sie genommen, dem Manne ward die eine Hälfte derMenschen-Persönlichkeit genommen und zu einerbesondern, ihn somit ergänzenden Persönlichkeit gestaltet, daher Er: איש, Sie: אשה. Die Wurzel von Beiden ist איש .איש selbst aber scheint (יש(ה (die Wurzel von יש und חושיה) zu sein mit individualisirendem '.א יש ist aber Sehn in wesenhaftestcr Wirklichkeit und אישי ist somit ein in wesenhafter Wirklichkeit perfonificirtes Individuum. Ganz anders sind נשה und אנש, die Wurzeln von נשים und אנשים, und läßt schon diese Verschiedenheit der Wortbildung des Singulars und Plurals von איש und אשה auf eine Verschiedenheit der Anschauung dieser beiden Verhältnisse schließen. נשה kennen wir in גיד הגשה; נשתה גנורחם, לא ׳תהי לו כנשה נשיתי טובה. Der gemeinschaftliche Grundbegriff dieser verschiedenen Bedeutungen scheint in Aufgeben eines Gehabten zu finden zu sein, sei dieses Gehabte ein Anspruch, eine Macht, ei» Gut, eine Kraft. Daher heißt es aufgeben, weichen, machtlos, widerstandlos werden. Daher heißt auch Derjenige, der von seiner Habe in die Macht des Andern gegeben hat, und sich durch die Nichtwiedergabe des Seinigen beraubt fühlt, der fordernde Gläubiger: אנש .נשה scheint einen Andern zum נשה machen, ihm seine Habe, sein Recht, seine Kraft, entziehen und vorenthalten zu bedeuten, und in so fern mit dem lautverwandten אנם, zwingen, Gewalt üben, auch sinnverwandt zu sein. Wie ja auch נטה und נשה sinnverwandt sein dürsten. Während Dieses ein Gut von dem Andern fordern heißt, bedeutet Jenes eine