Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1862-08-01 · Heft 11 (August 1862) · p. 530

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 11 (August 1862)
Article
Jüdische Welt- und Lebens-Anschauungen
Date
1862-08-01
Page
530 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2932754-2932905-2932917-2947147--07631-2947183
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

530 LWche Weltf und LBtns-Anschaurwgen. /VN. sich wesentlich von dem synonymen הושיע. Dieses von :ישע, (aut׳ verwandt mit ישה, der Wurzel von יש u1t&:חושיה, bezeichnet die Spende eines erhöhten, kräftkgern Daseins, somit eine Hülfe, bei welcher der Andere mehr nur der passive Empfänger ist. עור aber ist jene Förderung, die aus einer Theilung der Arbeit entsteht. So ist das damit verwandte חצר bet Hilfsraum, dem ein Th eil der häuslichen Geschäfte überwiesen wird und damit das Haus den übrigen Zwekken der Wohnung um so freier und ausschließlicher verbleibt. Heißt ja auch derselbe Raum mit denselben Bestimmungen bei dem spätern Tempel geradezu עורה, der bei der Stiftshütte הצר hieß. Wenn somit dem Manne das Weib als עור beigesellt wird, so werden damit die Obliegenheiten der großen Menschenbestimmung, die sonst der Mann allein zu tragen hätte, auf beide Geschlechter vertheilt, beide zusammen lösen erst die große Menschen-Aufgabe, und nicht nur das Weib bedarf des Mannes, sondern in erster Linie bedarf der Mann seines Weibes, wird erst durch das Weib befähigt, seine Kräfte, auf weniger Zwecke concentrtrt, voller und nachhaltiger zu verwerthen, wird erst durch sein Weib und in inniger Verbindung mit ihm: Mensch. Das ist der jüdische Begriff von der Dignität des Weibes, und darum sind es eben jüdische Männer, ebenjene ״Barbaren des Orients", denen die hochmüthigen, schmalstirnigm europäischen Lästerer jüdischer Lebensanschauung die geringschätzigste Verachtung der Frauen unterschiebt, sind es eben jüdische Männer, deren Mund, wie keines andern Menschen sonst, von dem Lobe und dem Preis, von der Würde und der Hoheit des Weibes unerschöpflich überströmt. ״Wer kein Weib hat" — spricht die rabbinische Weisheit dieser orientgljschen Barbaren ״ —יlebt ohne Güte, ohne Freude, ohne Segen, ohne Thora, ohne Mauer, ohne Friede" — ״Wer kein Weib hat ist kein Mensch". — ״Wer kein Weib hqt, lebt ohne Hülfe, ohne Sühne, ohne Leben —" re, אמר רבי תנחום כר הגילאי: כל ארם שאין לו אשה שרוי כלא טובוו,-דז־ בלא שמהר. — בלא ברכה — כלא חורה — בלא חומה , -- כלא. שלום , אמר ך' אלעזר כל אדם שאין לו אשר, אינו ארם,— חני כל,,מי שאין , לו, אשה שרוי. בלא עזר כלא כפרה — בלא חיים -7, ,.rc, , ist vielleicht nie, jedenfalls höchst,selten נכד,! כנכדו :Aaher glich ■ , -W.! Or,gcn , bes feindlichen Gegensatzes. , Es bezeichnet ,Mmehr über

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.