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Jeschurun · 1862-08-01 · Heft 11 (August 1862) · p. 527

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 11 (August 1862)
Article
Jüdische Welt- und Lebens-Anschauungen
Date
1862-08-01
Page
527 (sequence 5)
Language
German
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Kubische Welt- und LeienS-Anschauungm. VII: 827 ßcrung vergegenwärtigen: so erhalten wir eine sich gegenseitg ergänzende Anschauung beider Begriffe, die für beide nicht unwesentltch sein dürfte. Jedes צלם ist שלם und jedes שלם ist צלם. Das heißt: Jede von der Stoff bewältigenden Schöpferhand einem Wesen angebildete Gestalt-Hülle trägt den Stempel der höchsten Vollkommenhett und Harmonie, ist in nnübertrefsbarer Weise diesem Wesen adäquat und zugebildet. הצור חמים פעלו• Nicht nur im Untversum wohnt die Harmonie. Das kleinste Gebilde ist harmonisch in höchster Vollendung. — Und ebenso alle Vollkommenheit und aller Frieden ist nicht -mit einem bloßen äußern Ebenmaß der äußern Theile, Glieder und Wesen unter einander gegeben, ist nicht identisch mit dem Begriffe Ordnung und einem blvs äußerlich harmonischen Verhalten. Jede Vollkommenheit und jeder wahrhafte Friede ist ein zwangloses צלם, ist eiu uuerzwungenes Zustimmen aller äußern Verhältniffe in Darstellung und Verwirklichung eines Innern, eines Gedankens, einer Idee, eines Principeö re. Alle Vollkommenheit und aller Friede ist das einem tnnern Wesen frei sich anschmiegende Gewand, ist die von einer Idee frei gewonnene Gestalt — דמותנו ist das innere, Gott ähnliche Wesen, und צלמנו bie in höchster Vollkommenheit ihm entsprechende äußere Gestalt. Durch Beides, durch seinen Leib und seinen Geist, ist der Mensch gottgleich den übrigen Geschöpfen der Erdwelt imponirend überlegen und dadurch fähig 'וירדו בדגת הים ובעוף השמים וגו. Aus dem רדה הדבש des Simson (Richter 14, 9), sowie aus dem Sprachgebrauche im Munde unserer Chachamim רדיח הפח, erkennen wir zu sich Herabbringen als die Grundbedeutung von רדה. Mit dem Akkusativ wie לא ירדנו בפרך לעיניך wäre es die gänzliche Unterjochung, die Heruntcrbrtngung eines ganzen andern Wesens von dessen natürlicher Stellung in die eigene Botmäßigkeit. רדה ב״ heißt aber nur Theile und Thctlbezte- Hungen des Andern sich unterthänig machen. So hießen Kon. I. 5, 30, die Arbeiter zur Arbeit anhaltenden Aufseher רודים בעם• Und das ist offenbar die Stellung des Menschen im Kreise der Erdwelt. Durch die gottgleiche Ueberlegenheit seines Geistes und Leibes hat er die Fähigkeit, entsprechende Theile der lebendigen und leblosen Erdwelt aus ihrer natürlich freien Stellung zu sich herab zu bringen und sich dienstbar zu machen. Er hat die Fähigkeit und Besttmmung dazu, eine Bestimmungdie weiterhin durch לעבדה ולשמרה 35

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