Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1862)
- Article
- Jüdische Welt- und Lebens-Anschauungen
- Date
- 1862-07-01
- Page
- 477 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Jüdische Welt- und LcdenS-Anschauunge«. VI. 477 Und die darin mächtig sind, daß Alles was ich wünsche in ihnen ruht — Allein es wachsen nur die Sorgen derer, die mit Anderm sich vermählen, Mehr als Blutvergießen scheu ich es ihnen Gußopfer hinzngicßen, Hebe mit Nichten ihre Namen über meine Lippen. Gott ist die Bestimmung meines Antheilö und mein Kelch, D u giebst bis in die niederste Niedere mein Loos. Da fielen alle meine Lebensloosc mir iu's Liebliche Und auch das von den Vätern Ererbte war mir schön. Ich segne Gott, der mich bcrathen, Auch für die Nächte, in denen mein Inneres mich belehrt- Ganz in meine Ebene habe ich nun Gott mir immer gegenwärtig gestellt, Denn von meiner Rechten werde ich nicht wanken. Darum freut sich mein Herz wenn meine Ehre fröhlich wurde; Auch mein Leib wird in Zuversicht zur Ruhe gehen, Denn du!äffest meine Seele nicht dem Grabe, Lassest deine Lieben nicht Verwesung schauen, Lehrest mich die Bahn des Lebens, Die Freude-Sättigung au deinem Angesichte, Die ewige Seligkeit in deiner Rechten — ___ (Ps- 16.) Der Mensch, in aller Würde, dauert die Nacht nicht durch, Wenn er dem Viche gleicht, das verstummt- Die thörichste Zuversicht ist dieser ihr Wandel ihnen, Mögen auch ihre Nachahmer ihn mit ihrem Munde billigen- Wie Schafe sind sie zum Grabe bestimmt, der Tod weidet sie. Am Morgen waren cs die Redlichen, die sie beherrscht, Und deren Wesen ist bestimmt das Grab zu überdauern, daß es ihm nicht Stätte bleibe. Nur Gott wird meine Seele von der Macht des Grabes erlösen, Denn er nimmt mich zu sich, Sela. Ps. 49.