Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1862)
- Article
- Thamus
- Date
- 1862-07-01
- Page
- 471 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2932754-2932905-2932916-2947048--07540-2947092- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Pädagogische Plaudereien. 471' unserem Satze den bedeutsam schönen Namen ״Einweihung" חינוך gewonnen, und ist damit zu einer so erhabenen energievollen' Hoheit erwachsen, vor welcher das, was unsere moderne Weisheit subsidiarisch ״Einweihung der Jugend" nellnt,' zu eineN lächerlichen Pigmäen- Scherz zusammenschrumpft. Was ist gegen diese jüdische Einweihung, diese jüdische Vorbereitung fürs Leben, die Coufirmation und Einsegnung mit ihrer halbjährigen Catechismdtktandenvorbereitung trotz allen theatralischen Effekts und momentaner Rührungsparade! Was Abraham an seinen Hausgenossen vollbrachte, die er durch das in seinem Zelte waltende Wort und Beispiel aus den Stromungen einer gottvergessenen Welt rettete und für Gott übend erzog und erziehend übte, die darum הניניו, die von ihm in das wahrhaftige Leben Eingeweihte und für das wahrhaftige Leben Eingeweihte und für das wahrhaftige Leben Geweihte hießen, Und die ״Seelen waren die er gebildet hatte" הנפש אשר עשה: das ist noch heute von jedem Abrahamssohn in seinem Hause zu vollbringen, durch Wort und Beispiel und anleitende Führung hat jeder Vater seine Kinder zu seinen חניכיו zu machen, hat sie in dem stillen Heiltgthum seines häuslichen Lebens übend für ein Gott dienendes Leben zu erziehen, daß׳ sie einst, wenn es gilt, wie Abraham mit seinen חניכיו, im «Ernste des Lebens den tapfern Gotteskampf eines reinen, Gott geweihten, von Selbstsucht und Eigennutz freien thätigen Lebens beste- Heu, und die Palme des Gottessieges in allem Edcln und Guten, allem Reinen und Wahren gottgefällig erringen. Wie ein Vater das vermöchte? Wie er sein Kind für das Gott dienende Leben rüste, wie er es £ז1ז^«; früh ein führe in diesen Gottesdienst des Lebens, wie er cs Gott dienen lehre? Ganz wie er es gehen lehrt! Da dcmvnstrirt er nicht viel, predigt und preist nicht viel von dem ׳ hohen Nutzen des Gehens. Er lehrt es gehen durch's Gehen; so lehrt er cs alle Tugenden, alle Gebote des göttlichen Willens üben, durchs Ueben. So wie nicht alle Prograrnmsfcicrlichketten, sondern der erste wirkliche Gottesdienst die Heiligung unserer Gotteshäuser erst wahrhaft vollzieht, wie überall הזמנה לאו מלתא היא sondern der Gebrauch, ׳die'Thät den Wcihestempel der Heiligkeit aufdrückt, so wird' auch die Lebensweihe des Charakters und Lebens׳ unserer' Kinder nur durch die übende Thät vollbracht. Gewöh-