Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1862)
- Article
- Siwan
- Date
- 1862-06-01
- Page
- 424 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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424 SiwLll. kräftigende und beseligende Bundesnähe Gottes. Die Wahrung des Bundes setzt die mit der Elternerztehung beginnende und mit der nimmer endenden Selbsterziehung das ganze Leben durchdauernde Forderung: stch in jedem Augenblick der Bundes-Nähe Gottes würdig zu gestalten und zu halten, Alles, was Gott haßt, aus unserm Wesen zu bannen, Alles, was Gott liebt, in unserm Wesen zu pflegen, auf, daß Gott uns seiner Bundesfrenndschast würdig finde und als unser Bundeöfreund mit uns durchs Leben wandte, ״jn וגשמית מכל דבר hüte dich vor jedem bösen Worte, vor jedem bösen Gedanken!" ford.ert diese Bundeswahrung, hüte dich vor jedem ערות כיי, vor jeder Gemeinheit, jeder Unlauterkeit, jeder Unkeuschheit, jeder den Menschen entwürdigenden sinnlichen Blöße; denn ד׳ dein Gott wandelt wo du weilst, darum sei, wo du auch weilst, der Ort heilig — והיה מחניך קדוש — daß er keine Blöße an dir schau und von dir zurückweiche — ולא יראה בך ערות דבר ושב מאחריך — Diese Heiligung des ganzen Wesens, diese Fernhaltung alles Nnlautern und Unwahren aus Geist und Gemüth, diesen Abscheu und Ekel vor Allem sinnlich Gemeinen und Schlechten, wir möchten sagen diese Sauberkeit des Charakters, wer wäre wiederum also geeignet sie unfern Kindern in Wort und Beispiel, in Lehre und Gewöhnnng anzuerziehen als eben das jüdische Weib, die Frauen des Hauses Jakob, die Mütter des jüdischen Volkes, deren ganzes Wesen und Wirken von ״Reinheit" umflossen sein soll, denen nicht umsonst מהרה und כשרות des Hauses und des Familienlebens überantwortet ist, die das Palladium der Keuschheit und Reinheit durch alle unsere Geschlechter siegreich hindurch getragen! Sei das Weib eines jüdischen Hauses ein jüdisches Weib, und es weicht aus ihrer Umgebung alles sinnlich Gemeine und Schlechte, Alles was auch nur den Anhauch der ערות דבר, den Anhauch der Unsittlichkeit und Sittenlosigkeit, den Anhauch sittlichen Schmutzes und der Unlauterkeit trägt; bis auf Miene und Geberde wagt sich die Gemeinheit nicht in ihre Nähe; Leib und Geist und Gemüth ihrer Söhne und Töchter blühen keusch empor, denn והיה מהניך קדוש — denn die Stätte wo sie weilt, ist ein heiliger Ort, heilig der Schooß, der die Kinder getragen, heilig die Nahrung, die die Kinder genährt, heilig die geistige und sittliche Atmosphäre des Hauses, in welchem die Kinder erwachsen — sie reisen für den Gottesbund, weil das ganze Leben