Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1862)
- Article
- Die jüdische Realschule in ihren genetischen und cultur-historischen Beziehungen zum Judenthum und zur Gegenwart
- Date
- 1862-05-01
- Page
- 393 (sequence 25)
- Language
- German
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. Von vr. Mendel Hirsch. . ■ ' 3.S3 totefette ctl<? in sich unzulängliche, dqhin zu präcisiren ist: es waren nie-andere als die noch jetzt in der sichtbaren Welt materiell nachtoeisbaren Agentien wirksam und ihnen diese ׳Sätze dann an den Gegensätze zu der biblischen Anschauung aus geologischen Verhältnissen gefolgerte Älter der Erde, einer eingehenderen Kritik unterzogen und erlau-. ben uns zur Erläuterung der obigen allgemeinen׳ Sätze einige Punkte daraus hier anzuführen: ׳ 1״. Me jene Theorien, aus denen sich die Widersprüche mit der Bibel ergeben, beruhen auf Schlüssen von der Gegenwart, dem Gewordenen, zurück auf die graue Vergangenheit, den Moment des Werdens; sie gehen von der Voraussetzung aus, daß damals ganz dieselben Kräfte und Zwar nur rnit demselben Grade der Intensität wirkend gewesen, wie jetzt — eine Voraussetzung, die, um Beweiskraft zu erlangen, erst erwiesen sein müßte, denn sie versteht sich durchaus nicht von selbst. Unter dieser Voraussetzung allerdings sind die gefolgerten Sätze und die so gewonnenen enormen Zahlen richtig. So gehen z. B. sämmtliche Hypothesen davon aus, daß ur-- sprünglich der Erdkörper sich in flüssigem Zustande befunden habe. Da seine Oberfläche jetzt erkaltet ist, so fragt es sich ganz natürlich: wie viel Zeit war zu einer solchen Abkühlung erforderlich? Netto 353 Millionen Jahre,׳ antwortet z. B. Herr Professor Bischof in Bonn. Wie gelangte er zu. diesem Resultate?.Pu.rch Berechnungen aus der ALkühlungszeit einer künstlich geschmolzenen Basaltkugel. Nicht weniger als drei' unerwiesene Voraus-׳ setzüngen liegen dieser Behauptung zu Grunde. Einmal, daß der Erdkörper, sich überhaupt sm siüffigen Zustande befunden habe; zweitens, daß die, Wgrmeverhältnisse dieselben gewesen wie jetzt, und drittens, daß nur physikal'ischs und chemische Kräfte, nicht aber irgend welche andere, z. B. gött-. Wo Kraft, im. Anfang thätig gewesen sei -- eine. Annahme, die, rvie wir sofort zeigen werden, eine selbst und gerade nach der Hypothese völlig ungerechtfertigte ist. Denn 2. gilt freilich, in der Naturwissenschaft wie auch im sonstigen Leben, der Grundsatz, daß man zur Erklärung der Erscheinungen nur natürliche׳ Ursachen zu Hülfe nehmen dürfe. Natürlich nur so lange die natürlichen Upsychen schon als existirend vorausgesetzt werden dürfen. Ko jedoch nach even deren Entstehung gefragt wird,'da'reichen offenbar sie selbst - zur Erklärung nicht aus. Sehen wir z. B. die hrillante Theorie Laplace'tz, :so w.ap. Ms er ganzes. Sonnensystem ursprünglich ein um seine Wse rotirender, ungeheuerer Gas ball, in welchem hie'Grundstoffe in elastisch-stüsfigem Zustände enthalten waren. Durch das Uebernsiegen der Centrifugal.-'über die Gentripetglkrast lösten sich nach und nach einzelne Th eile ppp dieser Weltmaterie ab, die dann sowohl die Bewegung in der ursprünglichen Richtung der E.bn.trifugalkraft beibehielten, als auch eine Rotationsbewegung annahmen, wie das auch durch den schönen P l ate au'schen Versuch mit der Oetkugel anschaulich gemacht wurde. Alles Weitere, bis zur Entstehung der organischen Gebilde, (״־r■fejjr natürlich, denn hier reicht man nsit der; in der todten Materie wirkenden physikastschen und Heischen Kräften'nicht׳ autz ״). wird von dieser geistvollen, den menschlichen Scharfsinn ehrenden, ^chpothese auf's Schönste 'erklärt. Alles einpiat zu gestanden liegt aber doch die Frage unendlich nahe: wre entstand 'denn jener Gasball unh wer gab ihm seine Rotationsbewegurtg? ßs ist.dies hie aste Frage nach dem pftmus rnotor. So weit aher der. Begriff einetz xi-imns mofpr auch noch vomZottesbegriff entfernt ist, soweit reicht selbst er schon sibew'den Wer physi-