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Jeschurun · 1862-04-01 · Heft 7 (April 1862) · p. 328

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 7 (April 1862)
Article
Nissan : Pädagogische Plaudereien [Nachricht]
Date
1862-04-01
Page
328 (sequence 16)
Language
German
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IRI
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aus welchem Stande er mich erlöste, und nie zu vergessen, daß ich auch noch in der Stunde der Freiwerdung Sklave war, daß ich meine Freiheit nur ihm verdanke und darum ewig sein, ewig sein Diener für die trenste Erfüllung seines Willens bleibe, siehe, m בעבור, darum hat Gott mich erlöst, und diese d i r nichtssagende Kleinigkeiten sind doch nichts Geringeres, als die ewig erneute Erinnerung an meine Pflicht, als das ewig neue Erkennungszeichen zwischen mir und meinem Erlöser. Soll er auch der Deine sein, der Deine bleiben dein lebelang, auch dir nahe sein in deinen Nöthen, so nimm aus meinen Händen das Brod der von allen andern Fesseln frei- Machenden Gottes-Hörigkeit, und entschließe dich sein zu sein, auf daß er der Deine sei. Es ist dies die einzige Bedingung der jüdischen wie allgemeinsten Menschen-Erlösung. Wer diese Gottes-Hörigkeit und Gott-Unterordnung verschmäht, würde auch in Egypten die Erlösung nicht gefunden haben, אלו היה שם לא היה נגאל; denn nur zögernd und prüfend schritt die Rettung und Erlösung über unsere Häuser hin, פסח על בחי בני ישראל בנגפו את מצרים ואת בתינו הציל — So soll der jüdische Vater stets mit dem vollsten Bewußtsein in dem Geiste des göttlichen Gesetzes stehen, und nicht nur den wctscn Sohn weise zur rechten Erkenutniß desselben anletten, sonder« auch eben durch den bewußtvollen freudigen Ernst seiner Erfüllung dem unjüdischen Sohn den Eindruck und die Erfahrung gewähren, die allein im Stande sind seine einstige Umkehr zu bewirken. Allein es spricht das heilige Wort auch noch von zwei andern Kinder-Naturen, und gibt uns da Winke, deren Lehrprincip für unser ganzes Erziehungsgeschäft von bedeutsamster Wichtigkeit sein dürfte. Es spricht voll der fragenden Kindes-Natur: תם, und von dem noch nicht zu Fragen erwachten Kinde: שאינו יודע לשאול. Wahrlich, wären wir um ein Merkmal verlegen, welches durchgreifend den Menschen vom Thiere unterschiede, wir dürften wenig irren wenn wir sagten: Der Mensch fragt. Die erste Wirkung, die der Anblick der Welt in dem neugebornen Menschen erzeugt, ist sicherlich die Frage: מה ואת, was ist das? Der Menschengetst will begreifen und verstehen was um ihn her vorgeht, und die Frage מה ואת, spricht längst im Gcmüth des Kindes, sie kannst du, wenn du Kindesblicke verstehst, längst am Blicke deines Kindes ablesen, ehe

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