Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1862)
- Article
- Schewat
- Date
- 1862-02-01
- Page
- 227 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2932754-2932905-2932911-2946616--07186-2946658- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Pädagogische Plaudereien. 227 der deines Hauses bis zu deinem Gesinde herab, Thetl nehmen an Allem was du genießest. Deine und seine Kost seien mäßig und frugal, es lerne von dir zu essen und zu trinken nur um zu leben und sich zu stärken für den Gottesdienst des Lebens, und wenn du einmal ein besseres Gericht hast, so lasse es ganz wie gewöhnlich cs mit genießen und von dir lernen, darin gar kein erhöhtes Lebensglück zu finden. Und schaffe ihm, nach deinen Kräften, von Zeit zu Zeit die Gelegenheit dieses bessern Genusses eben damit es nicht lüstern werde, damit es aus eigener Erfahrung und deinem Mitge« nusse wisse, wie weit die Seligkeit eines guten Bratens und eines ״guten Glases Weines" reiche, und ihm das Unbekannte, das selten oder nie Genossene, nicht wie eine versagte Paradtesesfrucht in erhöhtem, täuschendem und verlockendem Reiz erscheine. Vor allem aber mache die שמחה של מ2!ה, die Freude an allem Geistigen und Sittlichen, an allem Gott gefälligen Edeln und Guten, die Freude erfüllter Wicht, diese echt jüdische Gesinnung in deinem Hause heimisch, damit sich auch in deinem Kinde das Geistige und Edle hervorkehre, vor dem von selbst alles 16־! und וללח!, alles Gemeine und im Gemeinen Schwelgende zurückwcicht und den jungen Menschen mit einem Ekel und Widerwillen gegen Alles erfüllt, worin die sinnliche Natur des Menschen in ihrer unveredelten Nacktheit, ״viehisch", hervortrttt, dann wird es von selbst zurückbleiden von חברה של סריקים, von der Gesellschaft sinnlicher Taugenichtse, und nicht Freude, sondern Ekel und Widerwillen am סובא! t6!!-Schlaraffen-Leben finden. Jenes psychologische Räthsel aber, das die jüngste Zeit und das alte בן סורר!מ1רה - Gesetz übereinstimmend uns aufstellt, dürfte uns noch eine ernste Mahnung bringen. Woher mag eS denn kommen, daß pflichtvergessene Kinder leichter und williger den Eltern in Allem gehorchen, was ihnen nur als Wunsch und Willen der Eltern dasteht, als darin, was die Eltern zugleich als Gehorsam gegen den positiven göttlichen Willen von ihnen fordern, und daß, übereinstimmend damit, das Gesetz in jenem Ungehorsam ein bedenklicheres Symptom sittlicher Entartung als in dem Ungehorsam erblickt, der zugleich אעגו שומע בקול! של מקום? Sollte dies nicht in aller erster Linie darin liegen, daß die Kinder herausfühlen, oder