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Jeschurun · 1862-01-01 · Heft 4 (Januar 1862) · p. 160

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 4 (Januar 1862)
Article
Teweth
Date
1862-01-01
Page
160 (sequence 8)
Language
German
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160 Teweth. die ganze jüdische Lebensaufgabe preisgeben zu müssen vermeinte und darum auch preisgab, um sich mit hineinzustürzen in den Strudel des bewegten, reizvollen Lebens. Hätte ihn sein Vater von vorn herein statt zum Thalmid Chacham zum jüdischen Weltmann erzogen, hätte ihn wenigstens erkennen lassen, wie auch das Weltleben seine volle Berechtigung im Gotteshaushalte habe, wie man sein volles Judenthum auch als Weltmann zu bewahren und bewähren vermag, ja wie gar viele, selbst die meisten und wichtigsten Seiten der jüdischen Lebensaufgabe gerade für die Gestaltungen und Bestrebungen des Weltlebens berechnet sind, תריב Mtzwoth nicht in der Klaus und nicht im Beth Hammidrasch, sondern gerade im Leben desBauern und Bürgers ihre Erfüllung erwarten, hätte er ihm gezeigt, daß der jüdische Geist und das jüdische Heil den Sebulun ״draußen" mit gleich würdigendem Lebensernst wie den Jsachar in den ״Zelten" umfaßt — שמרו זבולן בצאתך ויששכר באהליך — wer weiß, ob ihm sein Sohn nicht als treuer gottgefälliger Jude die Augen zugedrückt. Wohl ist es natürlich und wahr: הקול קול יעקב והירים ירי עשו, das Judenthum, seiner innersten Natur und Bestimmung zufolge gesendet, nicht durch das Schwerdt oder sonstige materielle Macht die Welt zu erobern, sondern durch Pflanzung und Verbreitung der einzigen wahrhaftigen Erkenntniß der Welt und der Lebensaufgabe die Welt und das Leben zu regeneriren, setzt eben die Erwerbung dieser Erkenntniß, wie die stets fortgesetzte Pflege dieser Erkenntniß, setzt לימוד התורה sin erster Linie als die von jedem Sohn des jüdischen Bundes sein Lebelang zu lösende Aufgabe. Es hält seine Sendung für verloren, muß sie für verloren halten, sobald das ״Studium" der Lehre nur Einem Gelehrtenstande Vorbehalten bleibt und nicht alle seine Söhne zu den Quellen des jüdischen Geistes geführt, und befähigt werden, sich selbst den frischen Geistestrunk aus dem ewig frischen Geistesquell zu schöpfen. Und darum soll jeder Sohn des HauseS Jakob zu den Büchern des jüdischen Gottesbundes geführt werden und keinem soll das Buch der Gottes-Lehre ein שבר התות bleiben. Allein eben weil der Geist dieser jüdischen Gotteslehre kein Geist blos theoretischer Spekulation ist, weil eben der Gegenstand dieser Geistesthätigkeiten nichts als eben das praktischste Leben in seiner vollsten Allseitigkeit ist, ja weil eben diese geistige Erkenntntß -ihre einrtae Bestimmung in Gestaltung dieses vielseitigen Lebens

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