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Jeschurun · 1861-12-01 · Heft 3 (Dezember 1861) · p. 111

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 3 (Dezember 1861)
Article
Kislew
Date
1861-12-01
Page
111 (sequence 7)
Language
German
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Pädagogische Plaudereien. 111 Kraft seiner Kinder für das einzige, unverrückbar ewige, jüdische Ziel der Erkenntniß und Erfüllung des göttlichen Gesetzes zu gewinnen, weil sein Beispiel stark wie die Heldenhand den Pfeil, also seine Söhne auf das einzige Lebensziel hin richtete: in Gottes Gesetz zu leben und für Gottes Gesetz zu leben und zu sterben. In dem, seinem Ziele zufliegenden Pfeil lebt noch die Kraft der Hand, die ihn schoß, nachdem er längst dieser Hand entflogen, und wie auch die- Anziehungskraft der Erbe ihn zu Boden ziehen und seinem Ziele entrücken möchte, die im Pfeile lebende Willenskraft des Helden ist stark genug, alle die im steigenden Fortschritt den Pfeil aus seiner Bahn herabziehendcn Mächte zu überwinden, ja diese herabziehenden, und dem Ziele entfremdenden Gewalten hat der Held im Voraus berechnet und seinem Pfeil von vorn herein eine um so höhere Richtung gegeben, damit selbst der nicht ausbleidende Einfluß irdischer Anziehung den Pfeil nur um so richtiger in das Schwarze des Zieles treibt — siehe da wiederum ein Geheimniß achter Kindcr-Erziehung, die nicht das Auge verschließt vor den Einflüssen, die die innere und äußere Welt aus ihre Kinder üben werden um sie dem Einen einzigen, wahrhaftigen Ziele zu entlocken. Von vorn herein läßt sie die Kinder diese Gefahren erkennen, läßt sie mitten in dieser gefährdenden, verführenden Welt ihre Pflichten erkennen und übt und spornt sie, einen um s» höhern Flug des Geistes und des Gemüthes zu gewinnen, damit alle Gewalt der Erde sie ihrem göttlichen Ziel nicht entrücke. Darum ist das Chanuckahsest so recht eigentlich ein Sieges-Fest des jüdischen Hauses. Nicht den jüdischen Einzelnen, wie sonst bei persönlichen Pflichten, verpflichtet zunächst die Chanuckahseier, נר איש וביתו, den Manu mit seinem Hause, den Mann für sein Haus will in erster Linie dieses Vermächtniß der Väter erblicken; und wenn die Mizwah in noch entsprechenderer Weise sich durch נר לכל אתר ואתר, durch hie von allen Hausgenossen anzuzündenden Lichter vollzieht, so ist das Licht in der Hand der Kinder nur eine Folge des Lichtes in Vaterhäudcu — das Beispiel des Vaters voran führt die Hand der Kleinen und Großen zum Lichte und weihet die kleinen und gro- Hen Seelen und Seelchen seines Hauses zu Wärtern und Wächtern Lichtes, daß 'es nicht ausgehe wenn auch Alles ringsum die Nacht begräbt, daß es sich rein erhalte wenn auch bis in Synagogen und

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