Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1861)
- Article
- Kislew
- Date
- 1861-12-01
- Page
- 108 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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108 Ktslew. gegeben, alle Kräfte ihres Kindes uiit starker Hand zu letten. Pfeile in Helden-Hand sind Kinder, sind aber, nach unseres Liedes Wort, vor Allem .בני נעורים בני נעורים, parallel mit זקונים p, kann nimmer Kinder in ihrer Zugend bedeutend, sondern bezeichnet wohl zweifelsohne: Kinder der Jugend, Kinder, die Eltern in ihrer Jugend haben, Kinder, deren Eltern selbst noch in der Kraft der Jugendfrtsche stehen. Es ist damit auf den unendlichen Segen, aus den unendlichen Gewinnst hingewtesen, der für Gedeihen und Erziehung der Kinder in dem frühen Verhetrathen der Eltern liegt, und es gehört wahrlich kein großer Scharfblick und keine seltene Erfahrung dazu um die tiefe Weisheit dieses Wortes zu begreifen. Nach welcher Richtung hin wir blicken springt der Segen in die Augen, wenn an der jagendltchen Mutter, an dem jugendlichen Vater die jungen Kinderseelen heranblühen. Da liegt die eigene Kindheit und Jugend, das eigene Knaben- und Mädchen-, Jünglings- und Jungfrau-Atter dem Vater' und der Mutter noch gar nicht so ferne, Eltern verstehen ihre Kinder viel leichter und wahrer, haben ein viel leichteres Verständniß für das, was sie beglückt und betrübt, für das, was sie fördert und hemmt, für ihre Anschauungen und Begriffe, ihre Neigungen und Strebungen, für ihr ganzes Seelenleben in dessen aufdämmernder Entwickelung, wenn die Alterskluft nicht so groß ist, wenn ihr eigenes leibliches und geistiges Wesen noch euipsänglich ist für die wohl- und wehthuenden Eindrücke derselben Welt, m; welcher die jungen Kindergemüther sich bewegen, wenn der Kinderlärm und die Kinderspiele noch picht aus ein grämliches, Ruhe heischendes, Alter stoßen, das den gesetzten Ernst des Alters schon vom Knaben und die Unempfänglichkett für die heitere Welt vom Jüngling und der Jungfrau fordert, das die geräuschvolle Entwickelung des Kindeslebens nicht mehr ertragen kann, und sich um den Preis des ganzen Selbstgeschäfts der Erziehung — Ruhe verschafft. Glücklich die Zeit, und glücklich deren Eltern und Kinder, in welcher die ״Sorge", die im Eingänge unseres Liedes ihren Ausdruck findet, das ״Haus-Bauen" jugendlicher Eltern nicht zu den seltenen Ausnahmen macht, in welcher die Verhältnisse nicht so künstlich hinaufgeschroben, daß dem jungen Manne nur selten eine Hausesgründnng möglich ist, und im tiefen Zusammenhänge damit die Mannesbrust bereits fletrtrt um