Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1861)
- Article
- Kislew
- Date
- 1861-12-01
- Page
- 107 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Pädagogische Plaudereien. 107 darauf wartet, daß sie das Ihrige thun, um dann voll das Seinige zu thun,— der zu ihnen spricht: schlafet nur ruhig, denn eure Kleinen sind mein. (Ob שגא hier absichtlich mit א erscheint, um zugleich den Begriff;שא, die friedliche, sorgentlastete Ruhe damit zu verbinden?) Wett überwiegend heißt — נחלת, nicht das von Jemandem hinterlassene, sondern das Jemandem zugefallene Erbe, obgleich cs auch wie in. מת והון נחלת אמת, das von Jemandem hinterlafsene Erbe bedeutet. Und wohl dürsten wir zweifelhaft sein, ob nicht, wie Jsrael im Ganzen ונחלתו mp, das ihm aus der Erbschaft der Weltmachte zugesallene Theil ist, hier unsere Kinder Sein Erbe genannt werden. Ist es doch eben nur in der Heranerziehung unserer Kinder in seinem Dienste und für seinen Dienst, daß sich die Bestimmung Israels als sein Erbe verwirklicht! Ist doch überall diese Bcstimmung noch erst das endliche Ziel unserer Gesammtzukunft — וסלחת לעוגנו ולחטאתגו ונחלתנו — eine erst.durch sühnende Ueberwältigung aller unserer geistigen und sittlichen Unvollkommenheiten zu erreichende Zukunft, welcher alle unsere Geschlechter angehören, und zu welcher eben in jedem Kinde eine neue Sprosse entgegenreist! Und wohl dürste sich uns die ganze Aufgabe des Erziehungsgeschäftes in dem Gedanken: '״ ,נחלת דGottes Erbtheil" darstellen und uns ebenso die beherrschenden, die geistige und sittliche Freiheit hemmenden Mächte vergegenwärtigen, aus deren Gewalt heraus die Erziehung unsere Kinder erlösen, als das hohe, göttliche einheitliche Ziel vor die Augen halten, für welches wir unsere Kinder allseitig entwickeln und dem wir das ganze leibliche, geistige und sittliche Wesen unseres Kindes zu eigen machen sollen! Gleichwohl spricht doch der ganze Zusammenhang dieses Stufen- Liedes, dafür, in נחלת ד' מיס, daö von Gott ertheilte Erbe zu erblicken. Keine Last, keine Bürde, der höchste, dauerndste von Gott ertheilte Reichthum sind Kinder Dem, der sich als יריד ר׳, als von Gott geliebt, als im Freundschaftsbunde Gottes geführt und getragen fühlt. Der höchste Schatz und der höchste Lohn, das Höchste und Beglückendste zugleich, was Gott einem Menschen anvcrtrauen kann, sind Kinder, sind junge Menschenseelen, denen Vater und Mutter Vater und Mut- 1er werden sollen! Sie sind in ihre Hände gelegt wie Pfeile in die Hand des Helden! Das Ziel hat Gott gesteckt. Und für dieses Eine/Agottgesteckte Ziel hat Gott jedem Vater, jeder Mutter die Kraft