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Jeschurun · 1861-12-01 · Heft 3 (Dezember 1861) · p. 106

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1861-1862)
Issue
Heft 3 (Dezember 1861)
Article
Kislew
Date
1861-12-01
Page
106 (sequence 2)
Language
German
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106 Kiskw. Zn den Kreis . bekümmerter Haus-Bäter und Famtlien-Mütter! tritt dies ״Stufen-Lied" Salomonis und will, wie alle שירי המעלות, aus der svrgumsiorten Erdenniedere in die heitere Höhe beglückender Gottes-Nähe führen. Es sieht sie, die von Sorgen gedrückten Eltern, in Mitten ihrer Kinderhäuflein, die mit dem Röthigen zu versorgen ihnen so schwer wird. Die Kleinen schlafen noch und schlafen schon, aber den Angenlidern der Eltern entflieht der Schlaf, sie sind früh schon auf und sitzen bis spät hin in die Nacht um das Brod für ihr Haus zu gewinnen. Sie sorgen und sorgen und fühlen. Laß sie aus der Sorge nicht herauskommen, fühlen, daß alles Sorgen vergebens; und darum hören stck nimmer aus zu sorgen und sind auch des errungenen Bissen Brodes nicht froh! Denn eö drückt sie die Sorge für den nächsten Bissen und sie wissen es, daß sie aus dieser Sorge nie herauskommen, nie durch den fleißigsten Fleiß und die sorgsamste Sorge auch nur für den nächsten Tag das Glück ihrer Familien sichern werden, daß die Familien-Last nicht geringer, daß immer größer wird der Bedarf des Hauses, und wie die Kinder wachsen so auch die Sorge für die Kinder wächst, und darum sitzen! sie früh auf, spät hin und essen das Brod der Sorgen; denn eine i schwer zu tragende Bürde ist ihnen eine reiche Kinderzahl, ist eine j Last, die zu tragen die Kraft ihnen fehlt, die heiter zu tragen ihj neu der Muth gebricht. Denn sie sind nicht leichtsinnig. Sie möchten sie alle beglücken, die kleinen Menschenseelen, die Gott ihren Händen übergeben, möchten sie alle gesund, alle satt, alle wohlgekleidet und wohlgebildet wissen, und sie einst wohlversorgt und wohlgeehrt Inder Welt erblicken — diese Sorge füllt ihr Gemüth und diese Sorge! raubt ihnen den Schlaf —! יתן לידידו שנא p, — לידידו, denen, die sich von Gott geliebt,! in Gottes Bundesnähe wissen, giebt gerade eben dieser Gedanke, j dieses Bewußtsein der Unzulänglichkeit alles menschlichen Thuns, den I Schlaf. Was Andere niederschlägt erhebt sie, was Andere mit Bej kümmerniß erfüllt gewährt ihnen Ruhe. Eben weil sie nicht Alles! aussorgcn können, wissen sie, daß sie nicht Alles ausznsorgm ha- ' ben, wissen sie, daß auch hinsichtlich der Kindererziehung und Kinderz Versorgung sie nicht Alles allein zu erreichen haben, wissen, daß! sie — wenn für etwas —, so für die Zukunft ihrer Kinder einen; großen Mttträgcr, Mitversorger und Miterzieher haben,' der nur

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