Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 2 (November 1861)
- Article
- Cheschwan
- Date
- 1861-11-01
- Page
- 61 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Pädagogische Plaudereien. 61 ziehung war: כאשר היחה באמנה אתו, und in höchst bezeichnender heißt auch der bildende Künstler!מעשה ירי אמן :אמן אמן aber ist das Bleibende, das Feste. Moses Hände bewährten sich, ויהי יהיו אמונה, אמונה, da er, von Aharon und Chur gestützt, während des Amalek-Kampfes die Hände einen ganzen Tag lang im Gebete gehoben hielt, und ist darum auch אמן der Grundbegriff der אמת, der unwandelbaren Wahrheit und der unerschütterlichen Treue, und ebenso der Grundbegriff der 'אמינה בר, jener Grundgcsinnung des jüdischen Wesens, die ihre ganze Festigkeit in Gott setzt, sich von Gott tragen und leiten läßt. Begreift aber der jüdische Sprachgedanke den Erzieher als den räumlich und zeitlich ״Festen und sich Gleichblcibenden", so muß ihm eben das zu Erziehende, der Zögling, vorzugsweise als das Schwankende, Veränderliche, somit als das noch völlig ״Unbestimmte". dastehen, das eben erst durch den אומן das feste, beharrliche Gepräge nach einer bestimmten Richtung hin ebenso erhalten soll, wie der noch unbestimmte Stoff durch den אמן, den bildenden Künstler, das feste, unveränderliche Gepräge in der einem bestimmten Ziele entsprechenden Form erhält. In der That ist auch dem jüdischen Gedanken der erst zu erziehende Mensch: עלם, ein Dunkles, Ungewisses, etwas — hinsichtlich seiner sittlichen Zukunft — von vorn herein noch völlig Unentschiedenes, nach keiner Richtung hin im Voraus Bestimmtes. ״Aus Gottes Händen kommt nichts Böses", und, fügen wir auf diesem Gebiete hinzu, ״auch nicht das Gute" — מפי עליון לא תצא הרעות והמוב oder,wie dertalmudische Weise ר' הנינא בר פפא gelehrt: ״״Nacht"" heißt — (das völlig unentschiedene Dunkel) — der Genius des Menschenwcrdens, אוחו מלאך הממונה על הריון לילה שמו, er trägt den Keim vor Gottes Thron und fragt: was soll über diesen Keim bestimmt werden, soll er klug oder einfältig werden, stark oder schwach, reich oder arm; ob er abep, gut oder schlecht werden soll, das fragt er nicht,denn Alles stammt aus Gottes Händen, nur nicht die Gottesfurcht הכל בירי שמים חוץ מיראת שמים.' Ünb nicht nur der sittliche Gesämmtchäräkter des Menschen ist von vorn herein völlig unbestimmt und gänzlich der Selbstbestimmung des Menschen überwiesen, sondern selbst jede einzelne Anlage des Menschen ist hinsichtlich ihres sittlichen Werthcs von vorn herein völlig unbestimmt, und erhält, ihren