Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1861-1862)
- Issue
- Heft 1 (Oktober 1861)
- Article
- Tischri
- Date
- 1861-10-01
- Page
- 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Der alte Tischri und die moderne ״Religion". 11 lend" zum Führer riefen, ״schmetternd" den Ausbruch geboten, und ״wiederum schwellend" zum Fortzug luden, also sind es ja ganz bestimmte, in höchster Prägnanz präcifirtr Gedanken, die dieser Dreiklang des Schosars mit jedem Beginn eines neuen Kreislaufs des Lebens durch die jüdischen Lager in die jüdischen Geister und Gemüther trägt. In זכחמח, מלכיות unb שיפחית interpretirt die Wortspräche für den Verstand den Dretklang des jüdischen Ton- Signals. Es ist der Gedanke: ״Gott ist König!" mit dem die Np'pn uns zu nnscrm H e r r n und Meister ruft, es ist der ,Gedanke: ״Gott gedenkt!" mit dem תרועות uns in niederschmetterndem Selbstbewußtsein unserm Richter zu Füßen wirst, und es ist der Gedanke: ״Gott ruft uns Alle wieder!" mit dem die Schluß-np'pkr uns neubelebeud unserm Vater wieder in die Arme führt. Und nicht aus einem unbestimmten Fühlen und Ahnen von innen heraus, als eine schwanke Geburt des subjektiven Menschen-Jnnern, sondern unabhängig von menschlichem Wähnen und Meinen — von außen hinein — als Thatsachen objektivster Gott-Offenbarung in Israels Lehre und Geschichte, stehen diese großen Gedanken-Säulen des jübischen Denkens und Lebens an jedem Eingang unserer Jahre. Wir haben sie uns nicht nur durch je zehn Schriftstellen aus den Büchern . des Gottesworts vorzuführeu, sondern es ist eben für die Betrachtung, die uns beschäftigt, von entscheidend tiefer Bedeutung, daß es ausdrücklich genügt, aber auch die Pflichterfüllung bedingt, wenn auch die entsprechenden Stellen der Schrift nicht gesprochen, den allgemein ausgedrückten זכרונוח ,־מלכיות= und NNML?-Gedankeu nur die Bemerkung beigefügt zu haben: ככתוב בתורתך: (Stehe 591 טור א״ח) Denn eben dadurch sprechen wir es uns aus, daß uns diese. Wahr- Hellen nicht als Postulat einer inneren Subjektivität, zur Besriedigung eines Ahnens, Fuhlens, Schneus rc. auch nicht als Postulat irgend einer nicht minder silbjekttven, spekulativen Gedankenthätigkeit — sondern als gegebene Thatsachen objektivster göttlicher Offenbarung dastehen, gegeben, all unser׳ Ahnen, Fühlen, Sehnen, all unser Empfinden, Denken, Wollen gestaltend zu be-herrschen. כרבות endlich werden darum ja auch diese פסוקי מזכיות ובחוות ושופרות, diese von den Schofartönen uns entgegengebrachten, unser inneres Leben constituircnd.en Gottes-Begriffe genannt, werden uns ganz eigentlich in die Seele geführt um auf jeden das Gelöbuiß