Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 12 (September 1861)
- Article
- Aus einem Briefwechsel über die Psalmen
- Date
- 1861-09-01
- Page
- 627 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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über die Psalmen. 7. 627 מעשה, ■tot praktischen Jrrthum — נפש כי תחטא בשגגה — ausdrückt, scheint שגה, lautverwandt mit רואיך אליך ישגיחו — שגה, das intensive Anschauen — vielmehr den theoretischen Jrrthum zu bedeuten, der aus zu großer Hingebung an einen Gedanken andere Setten der Betrachtung außer Augen verliert (in noch größere Steigerung ist es daher שבה, Vergessen), und wird daher mit שגה ebend. die שגגה הוראה des Sanhedrtn bezeichnet,ואם כל עדה ישראל ישגו ונעלם מעיגי הקהל• Diese Bedeutung des שגה läßt auch das באהבחה השגה תמיד Prov. 5, 19 erklärlich finden, indem dort die Intensität der Gattenliebe darin ihren Ausdruck findet, daß sie für alle andern Reize völlig unempfindlich macht. Daher auch שגע die fire Idee des Wahnsinns, die unter eine dominirende Vorstellung alle andern Gedanken bannt. Also שגיון לדוד, ein Jrrthum Davids. Nur noch ein einziges Mal begegnen wir dem Worte שגינן überhaupt und auch da in einer Uebcrschrift: ״Gebet des Propheten Habakuk על שגיוגוה, über Jrrthümer׳' (Hab. 3). Es hatte der Prophet in den siegreichen Verheerungs- und Eroberungszügen der Gott-, Völker- und Menschenrecht höhnenden Chaldäermacht, welcher die ganze damalige Welt erlag, den Zweifel an der Vorsehung und der Gottesgerechttgkett gefunden, er war mit seiner Frage an die Gottheit htnangetreten (Kap. 1) und cs war ihm (Kap. 2) die zurechtweisende und Aufschluß gewährende Antwort geworden. In seiner תפלה על שגיוגוה orteninnert er sich nun auf Gl und der neugewordenen Erkenntntß in den großen Gottesgängen durch die Geschichte, und spricht zuletzt das Bekenntniß seiner Gedankenverirrung und seiner Heilung in den Sätzen aus: '״ ואגי בד׳ וגו/ כי תאנה וגו/ שמעתי וגוIch hatte gehört und mein Inneres erbebte, bei dem bloßen Gerüchte waren meine Lippen zusammengesallen, Moder trat in mein Gebein und wo ich stand da zitterte ich, ich, der ich ruhig bleiben sollte bei dem Tage der Noth, den ich im Anzuge sah über das von Krtegerhorden zu überfallende Volk. (Nun aber.) Wenn auch die Feige nicht blüht und keine Frucht an dem Weine, die Olive ihr Werk verleugnet und kein Acker mehr Speise bringt, dahin ist aus den Hürden das Schaf und kein Rind in den Ställen, so werde ich doch in Gott fröhlich sein, heiter sein im Gotte meines Heils, mein im ״Ernst" nur ״Liebe" übender Herr bleibt meine Kraft, der leicht wie das Reh meinen Fuß beflügelt und auf meine Höhen hin mich führt, 3s*