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Jeschurun · 1861-08-01 · Heft 11 (August 1861) · p. 574

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 11 (August 1861)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1861-08-01
Page
574 (sequence 4)
Language
German
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Grundlinien einer jüdischen Symbolik. 574 Vergegenwärtigen wir uns diese Theile in ihrer Zusammen- Hörigkeit und glcichbleibenden Aufeinanderfolge: כפתור, גביע und פרה, so kündigen sich uns dieselben als die zusammengehörenden Theile ernes einheitlichen Systems an, das wir durch die entschiedene Bedeutung פרת, Blüthe, Blume, so wie durch die damit zusammenstimmende Erläuterung der כפתורים, als fruchtförmige Gebilde, veraulaßt werden im Gebiete des Pflanzenbau's zu suchen. Auf dieses Gebiet werden wir auch noch durch den Ausdruck משוקרים mandelartig oder mandelförmig gewiesen, der zur nähern Charakteristik dieser Gebilde beigefügt ist, und der sich uns auch noch ohnehin für das Ganze als höchst bedeutsam erweisen wird, her aber ja jedenfalls auch seinerseits nur wiederum in das k'ebiet des Pflanzenlebens führt. Zum Glück brauchen wir nicht weit zu gehen um im Pflanzenbau ein organisches System zu finden, das eben in solchen Formationcn seine vollständige Darstellung gewinnt. פרת selbst, die Blüthe, gicbt die Data für die Erkenntniß der Bedeutung dieser ^Gebilde an die Hand. Jede normale Blüthe besteht nämlich wesentlich aus drei Thellen: Aus einer äußern, meist grüngefärbter Blatthülle, dem Kelche, einer den Samen bergenden und der! befruchtendeu Staub vermittelst des Griffels ausnehmenden Kaysel, dem Fruchtknoten (die künftige Frucht), und einer die Staubfäden umgebenden Blumenkrone, der Blume. Es sind dies vollständig die drei Gebilde unsers Leuchters: Kelch, Knoten und Blume und hätten wir somit diese Gebilde zuerst als allgemeines Zeichen für Fruchtentwickelndcs Blühen zu erkennen. Wir begriffen sodann auch warum diese Gebilde gerade dann als unentbehrlich austrcten, wenn der Leuchter מקשה זהב in vollendeter Reinheit, golden aus einem Stücke dastand. Eben dann war das Zeichen nothwendig, daß, obgleich dieser ganze lichttragende Baum wie aus einem Stücke und er tu allen seinen Theile» in reiner Vollendung dastand, kein starres Sein, vielmehr eben ein ewiges, fruchtzeitigendes Blühe:! sein Leben wesentlich bedeutet. Kelch, Fruchtknoten, Blumenkrone haben wir, sollten die Fäden mit dem befruchtenden Staub, diesem belebenden Elemente des Ganzen, fehlen? Wir wissen aus Menachoth 28 b, daß die Kelche, Knoten und Blüthe die letzten drei מפתים der Schaft-

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