Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1861)
- Article
- Des Herrn Oberrabbiner Rapoport Dibre schalom ve-emet [Rezension]
- Date
- 1861-07-01
- Page
- 551 (sequence 8)
- Language
- German
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דברי שאם ואמח 551 Breslau zu '״ ,במי דבר דzu Verächtern des Gotteswortes" herangebildet werden, und er schrickt bei dem bloßen Gedanken dieser Möglichkett nicht zurück, es kümmert ihn im Geringsten nicht, daß ״vielleicht" sein Freund auf Generationen hinab den Baum der jüdischen Erkenntnis! und des jüdischen Lebens an der Wurzel verdirbt; er hat die vollste Gemüthsruhe, seine historisch kritischen und antiquarischen Raritätensächelchen, die gar nicht zur Sache gehören, auszukramen, hat Zeit, Geduld und Ruhe und Gedanken-Raum uns aufzumünzen, daß wir einmal bei einem Citat, wo aus den Namen gar nichts ankam, den jünger« ר' חייא בר אבא mit dem altern ר' רוייא, ebenfalls einem Sohne 3?אבא (Siehe Sanh. 5.) verwechselten, (für welche Erinnerung wir übrigens gebührend, wenngleich nur in flüchtiger Paranthese, danken; werden künftig auf unserer Huth sein), — hat Zeit, Geduld und Gemüthsruhe, große lingutstisch archäologische Forschung über Bedeutung und Rechtschreibung des Namens ר' אבא בר ממל anzustellen (Forschungen, deren Richtigkeit wir für heute auf Treu und Glauben hinnehmen wollen; wir haben, ehrlich gesagt, nicht die Zeit, diese Sächelchen, mit denen wahrlich ״kein Hund hinterm Ofen hervorzulocken" wäre, zu prüfen) und uns mit großem Behagen, vorzurechnen, wie viele Fehler wir, Setzer und Correktor mit inbegriffen, in Schreibung der Namen: R. Jizchak S. Ban und R. Aba S. Memel gemacht, die angebltch nach Herrn Rapoport R. Jose G. R. Abu«, R. Aba aus Memel lauten müßten — Gallier stürmen Rom und das jüdische Kapitol — und der gutmüthtge Alte sitzt unbeweglich und schnitzt mit gemüthlichem Behagen seine Nürnberger Antiquitäten-Nippsächelcheu! Wahrlich wir bewundern die olympische Götter-Ruhe — wir beneiden sie nicht! 4. Beneiden überhaupt die wunderliche Geistesrichtuug nicht, die für tausend nugatorischc Allotria Zeit und Behagen hat, nur nicht dafür, dem eigentlichen Kern der Sache ins Angesicht zu schauen. Ausdrücklich hatten wir erklärt, unser Urtheil über das System des Verf. der Hodegetik nicht auf die wenigen von dem Sendschreiben hervorgehobenen Stellen zu gründen, hatten darauf hingewiesen und bewiesen S. 254 ff., daß die Leugnung der Göttlichkeit der Tradition der ganzen Auffassung dieser Schrift zu Grunde liege, die sich als eine der Hauptaufgaben gesetzt, die Ge-