Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1861)
- Article
- Des Herrn Oberrabbiner Rapoport Dibre schalom ve-emet [Rezension]
- Date
- 1861-07-01
- Page
- 548 (sequence 5)
- Language
- German
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548 Des Herrn Oberrabbiner Rapoport die Soferim die Schöpfer der Halacha, אשר פיר־שו המצזזת זהיכרז פירושם אל המקרא tt. f. w. כי בזה פירשו המצות להלכה ולמעשה «. f. t». j 'אבל הפירושים אלה נאמרו במועצות ודעת מפיאכנהג n. s. w. | ולכן נשתקע שם מוציאי הפירוש ומלאכתם נשארה לעד* j| Herr Rapoport entgegnet S. 3, es gebe einen zwiefachen פירוש. Einen sachlichen, kurzen, den Inhalt der Mtzwah darlegenden; dieser, die eigentliche iradirte Halacha enthaltende פירוש sei göttlichen Ursprungs, und den führe die Hodegettk auch nicht ans die Soferim zurück. Allein es gebe auch noch eine zweite Art פירוש, die Ausgletchung nämlich der tradirten Halacha mit dem schriftlichen Text, die Erklärung des schriftlichen Textes nach der mündlichen Halacha, — kurz das, was der Begriff מדרש umfaßt — und das sei allerdtngs das nur mit מועצות ודעת zu vollbringende Werk der Soferim gewesen, und nur dies vindicirc die Hodegetik denselben. Statt nun aber nachzuweisen, oder auch nur den Beweis zu versuchen, daß dies die Meinung des Vers, der Hodegetik sein könne, daß, nach dem ganzen Zusammenhänge, nach dem ganzen ferneren Inhalte seiner Schrift dies seine Meinung sein müsse, und gar nichts Anderes seine Meinung sein könne — ergeht sich Herr Rapoport des Langen und Breiten in Beispielen nachzuweisen, wie eine solche Erläuterung des Textes nach der mündlichen Tradition und einebe-;כראש seiner ,מומאד wegen gar nicht darbringen kann; abgesehen davon, daß es die lächerlichste der Lächerlichkeiten wäre, zu sagen, die untergeordnetsten Verrichtungen, wie ״ מיהו׳ קרביו, הפשטה• sw. und selbst הקטרת אימוריט gäben den Ausschlag den 16. Tag als den יום הפטה ju bezeichnen, wo doch שחיטה וזריקה wie i immer unbczweifelt ביום יד׳ geschehen mußte; abgesehen endlich von dem Schnitzer! הקטרת אימורים in der Nacht vornehmen zu lassen, da dieselben ausdrücklich ביום geschehen mußten, da עולת הול nicht בי״ט auf den Altar gebracht werden durfte (siehe Peßachim S9, b.) und somit auch alles Vorangehende schon ביום verrichtet sein maßte; abgesehen von allem diesem, beruht ja das Ganze aus einem durchaus falschen Verständntß der Talmudstelle. Es ergicbt sich dort gar nicht, daß die הזאה wirklich am 10. statt gefunden. ר^ כנאה beweist dort nur, daß, wenn wir auch die הזאה ft spät als möglich annehmen würden, der späteste Termin auf den 10. somit jedenfalls auf einen Tag fallen würde, an welchem sie noch ערלים waren, somit jedenfalls der Satz erwiesen ist, daß עדל מקבל הזאה* Steht aber einmal dieser Satz fest, daß מהיל' כשה; ערלים, so war gar keine Nothigung da die;ך;ןאך erst am 10. vorzunehmcn, vielmehr haben sie sie sicherlich schon früher vorgenommen, um am ערב &סךן nicht שךןל HD! טמא ז' שלו ביר׳ zu sein, und das ganze בנין des Herrn Rapoport — nichts für ungut — beruht ans Nichts.