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Jeschurun · 1861-07-01 · Heft 10 (Juli 1861) · p. 535

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 10 (Juli 1861)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1861-07-01
Page
535 (sequence 15)
Language
German
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534 Grundlinien etucr Mischen Symbolik. wiegenden Zwecke einer ^eistcsthätigkrit, ob nämlich das innere Erkennen, oder die äußere Thai Ziel des Strebens ist, das Eine, als" theoretische Erkenntniß, das Andere als praktischen Willen nnterscheibet. Dieser Unterschied liegt im Produkt, nicht in.der Quelle. In ihrer Wurzel sind sie Eins, und streben auch wieder in ihren Zielen zusammen. Alle Erkenntniß des Wahren hat nur Werth wenn sie auf Vollbringen des Guten gerichtet ist, wenn sie dem Vollbringen des Guten in ihrem letzten Ziele zu Gute kommt. Und alles Vollbringen des Guten muß stets auch der Erkenntniß des Wahren zugewandt bleiben, kann nur aus dem Erkenntnißborn der Wahrheit sein Regulativ und die Bürgschaft seines wirklichen/ wahrhaftigen Werthes schöpfen. Ganz so wie aus Einem Punkte des Mittelleuchters die beiden Seitenarme entspringen, die wieder eben, zu gleicher Höhe gelaugt, ihr Licht einander, und, damit zugleich dem gemeinsa- Ulen Mittelpunkte zuwenden. Ist aber nun wie hier dieser Mittel- Punkt der ״Siebente", somit der zu Gott aufstrebende und im Heiligthum aufstrebende und im Heiligthum seines Gesetzes ׳ genährte und gepflegte Geist, so erkennen wir noch um so mehr, wie,in diesem Mittelpunkte alles Erkennen und Wollen aus einer gemeinsamen-Wurzel .entspringt und sich zu einem gemeinsamen Höheziel vereinigt. Denn wir vermögen diesen zu Gott emporstrebenden Wurzelstamm unseres geistigen Lebens in nichts anderm, als in dem, Geist und Herz in gleicher Ursprünglichkeit und Kräftigkeit erfassenden, erfüllenden, belebenden und vollendenden Geiste zu erkennen, den das heilige Wort: '1 יראת nennt Die Gottesfurcht nämlich, die das heilige Wort h יראת nennt, ist eben die höchste Erkenntniß, die zugleich und sofort die höchste Sittlichkeit erzeugt, ste ift eben der Geist, in welchem sich die Erkenntniß der höchsten Wahrheit mit dem Vollbringen des höchsten Guterl paart, .und nicht umsonst ist hier ירא und ראה so innig verwandt, eine Verwandtschaft, die auch in der Construktion mit -את ihren entsprechenden Ausdruck findet. Menachoth 98 b. ist die Ueberlieferung über die Stellung des Leuchters tm Heiligthum, zweifelhaft Jedenfalls hatte er seine Stelle -an der Südseite dem Tische gegenüber, zweifelhaft ist nur in welche Richtung er mit seinen Armen gestanden; ob dieselben zwischen Ost und West oder zwischen Nord und Süd gerichtet waren. Im erstern Falle stieg das Mittellicht gerade aufwärts in der Richtung des

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