Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 10 (Juli 1861)
- Article
- Grundlinien einer jüdischen Symbolik
- Date
- 1861-07-01
- Page
- 532 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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VII, Die StisiShtttN. 3. Di? Geräthe. C. ממרה* 631 beiteten, durch und durch goldreinen Menorah in hochster Vollendung vorgebtldet ist. Betrachten wir nunmehr deren einzelnen Theilc, so sogen uns zuerst im Allgemeinen die sieben Lampen, daß der Geist, der hier zur' Pflege konnnt, kein einseitig Beschränkter sei, dessen Darstellung eine Lampe entsprechen würde, sondern, daß dieser Geist eine Mannigfaltigkeit umfasse, die, wenn wir uns der bereits im Artikel Mtlah (Jahrg. 1868 u. 59) erkannten Bedeutung der Zahl Sieben erinnern, wir sofort nicht als eine bloße Mannigfaltigkeit, sondern als die vollendete Fülle alleö geistigen Erkenncns und sittlichen Wollens begreifen werden." Betrachten wir die Lampen näher, so tritt sofort zu diesem Charakter der Mannigfaltigkeit zugleich der Begriff der höchsten, harmonischen Einheit hinzu. Wir sehen die Mittel-Lampe ihr Licht aufwärts oder vor sich hin (s.S.634f.) leuchtend, rechts und links aber von beiden Seiten die Lampen mit ihren Lichtern diesem Mittellichte also zugewandt, daß die drei der rechten Seite links, die drei der linken Seite rechts,-alle zusammen somit ihr Licht dem einen Mittellichte zuwenden, in dessen Richtung sich alle sieben Lichter vereinigen. Es ist somit dieses Mittellicht End- und Strebeziel aller Lichter des Leuchters, oder vielmehr das, wohin dieses Licht leuchtet, ist zugleich das ge- »׳.einsame Strebeziel aller übrigen Lichter des Leuchters. Diese Lichter selbst sind ferner von sieben Armen getragen. Allein es hat von ihnen nicht jeder seine besondere Basis und seinen besonder» Stamm. Vielmehr stehen sie all auf einer Basis, eine Wurzel, ein Stamm trägt sie alle. Ja eine genauere Betrachtung zeigt, wie auch die Anordnu-ng des göttlichen Wortes vorschrcibt, den Stamm, auf welchem das mittlere Licht ruht, und der gerade aufwärts ans dem Wurzelstock sich erhebt, als den eigentlichen, den Stamm-Leuchter, aus welchem erst von der Mitte an aufwärts zu beiden Seiten die übrigen sechs Leuchter-Arme sich paarweise abzweigen. Wiederholt werden wir darauf hingewiesen, daß diese sechs Arme aus dem Mittelstamm hervorgehen. Das Mittellicht ist somit nicht nur das vereinigende Endziel, sondern zugleich der geme infame Ausgangspunkt aller Lichter. Sie gehen alle aus dem einen Mit telstamm hervor und streben alle in das eine Mittellicht zusammen. Wir haben somit