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Jeschurun · 1861-07-01 · Heft 10 (Juli 1861) · p. 530

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 10 (Juli 1861)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1861-07-01
Page
530 (sequence 10)
Language
German
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529 VII. Die Stiftshütte. 3. Die Geräthe- 0. מנורה. Erwägen wir zugleich, daß er das einzige Gerätst war, das ganz aus Metall und zwar aus Gold bestand, so bietet er sofort das Eigentümliche dar, daß er seinem Stoffe nach ebendas Feste, Beharrliche, Unveränderliche, seiner Form nach aber die Entfaltung und Entwickelung, zusammen somit das Entfalten und Entwickeln des Festen, Beharrlichen, sich ewig Gleich bleib end en repräsentirt. Er bildet somit in seiner Erscheinung den vollsten Gegensatz, zum Tische. Dieser, der Tisch, seinem Stoffcharakter nach überwiegend Holz, das in stetem Fortschritt sich Entwickelnde repräsentirend, das nur durch Form und Zubehör, Schranke, Stütze, Festigkeit und Dauer erhält, hat zu seinem Gegenstand das Materielle, das seiner Natur nach aller wechselnden Umwandlung des Keimens und Wachsens, des Blühens und Reifens und — Absterbens unterliegt, und eben im Gottesheiltgthum durch den Geist und die Ordnung des göttlichen Gesetzes Maß und Ziel, Festigkeit und Dauer und die Bedeutung für die Ewigkeit gewinnt. Dem gegenüber der Leuchter, durch und durch golden, somit durch seinen Stoff gerade das unveränderltch Feste und Ewige als seinen Gegenstand ankündigend, das eben, wie seine Form es ausspricht, im Gottesheiligthum, durch den Geist des göttlichen Gesetzes zur Blüthe und Entfaltung kommen soll. Fest, unveränderlich und ewig ist aber im Menscheu Nichts, als das ihm innewohnende Göttliche, das im Erkennen des Wahren und im Wollen des Guten uns zum Bewußtsein kommt. Dies Erkennende und Wollende im Menschen, sowie die Gegenstände seiner Thätigkeit, das Wahre und Gute, sie sind an sich ewig, unveränderlich, unterliegen weder einer Abstufung noch Umwandlung. Wie unendlich reicher das Göttliche auch in dem vollendeten Manne dem in der Brust des Kindes schlummernden Göttlichen gegenüber erscheint, so ist doch das in der Kindesbrust schlummernde Göttliche an sich mit dem in der vollendeten Mannesbrust zur Entfaltung gekommenen, in völlig gleichem Grade göttlich und rein. Nur der Umfang der äußern Erscheinung bildet den Gradmesser der Stufe- Ebenso sind die einfachsten, wie die höchsten, sublimsten Wahrheiten, das allgemeinste wie das höchste, seltenste Gute, an sich in gleichem Grade wahr und gut. Alles wirklich Wahre und Gute, ist eben wahr und gut, leidet kein mehr und minder. In dem Entwickelungsgangv 83*

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