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Jeschurun · 1861-07-01 · Heft 10 (Juli 1861) · p. 528

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 10 (Juli 1861)
Article
Grundlinien einer jüdischen Symbolik
Date
1861-07-01
Page
528 (sequence 8)
Language
German
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527 VII. Die Stiftshtttie. 3. Die Gerätl)st."0. מ5ורה♦ — in allen diesen Stellen ist Geist nicht das Erkennende, sondern das sittliche, die Willenskraft zur guten oder bösen That Bewegen de. Selbst in den Stellen, wie 1. B. M. 36, 35 Nebekka's Schwiegertöchter waren ihr eine Geisteskränkung, 1. Sam. 1, 15 Channah war gedrückten Geistes, die Geistes gedrückten (Ps. 34, 19) der gebrochene Geist (das 51, 19) der geschlagene Geist, der hohe Geist, der niedrige Geist (Prov. 16, 18, 19) und sonst so oft, wo Geist derjenigen Seite unseres Seelenlebens entspricht, die wir Gemüth nennen, ist es ja eben die Bezeichnung desjenigen Momentes, in welchem unser Verhalten zu den Objekten außer uns seine Aeußeruug findet, in welchem sich unsere Zu- oder Abneiguug, unsere Stimmung für oder gegen irgend einen Gegen-- stand, einen Zustand, eine Handlung vollzieht, und ist somit die Bezcichnung eben jenes Momentes, das die Geburtsstatte unserer Entschlüsse zum Guten oder Bösen bildet. Wir würden somit uns berechtigt halten, das Licht im Heiligthuni als symbolische Repräsentanten des Geistes, und zwar in seiner doppelten Beziehung: der theoretischen und praktischen, des Erkennens und Wollens, der Erkenntniß und der Bewegung zur That, zu begreifen. Glücklicher Weise kommt uns das Gottcswvct selbst mit gleichem Aufschluß unzweideutig entgegen. Secharjah, dem Gottesboten an Scrubabel, den Volksführer, der auf den Trümmern des untergegaugenen jüdischen Staates den Grundstein zu einem neuen jüdischen Volksleben legen, und damit ein Werk vollbringen sollte, welchem bei jedem Schritte ״das Hindcrniß zur Hand stand", ward der Leuchter mit seinen sieben Lampen gezeigt, und als er den Engel, der ihm das Gotteswort brachte, um Aufschluß über die Bedeutung dieser Erscheinung gefragt, und ans dessen Entgegnung, ob er denn nicht wisse, was diese Lampen bedeuteten, ״Nein, .mein Herr!" erwicdert hatte, sprach der Engel zu ihm: ״das ist bas mitzuthcilendc Gottcswvrt an Serubabel: Nicht mit Heeresmacht, nicht mit Leibeskrafi, sondern mit meiitem Geiste, spricht '״!ד׳?יבאו (Sech- 4, 6.) ES ist uns somit hier Geist, und zwar Gottes Geist als dasjenige dokmnentirt, das durch den sieben Lampen tragenden Lcttchter vergegenwärtigt wird, tind zwar muß diese symbolische Bedeutung eine so natürliche, 33

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