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Jeschurun · 1861-07-01 · Heft 10 (Juli 1861) · p. 516

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 10 (Juli 1861)
Article
Thamus
Date
1861-07-01
Page
516 (sequence 6)
Language
German
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516 ThamuS. und lehren, predigen, einsegnen und weihen — und in den Kreis hinein, der dies freilich Alles nicht billigt, aber mit trägt und duldet und sich gegen die Tugend der Toleranz zu versündigen glaubt, wenn er diesem Allen auch nur irgend etwas mehr als einen heimltchen Seufzer entgegenzusetzen sich erlauben möchte — wervermöchte die Skala der Entfernungen alle messen, in welche die Richtung der Zeit in mannigfachster Abstufung uns Alle Gott gegenüber gebracht, und wer vermöchte die tausendfältigen Gestalten zeichnen, unter welchen das ״Hewel" sich darstellt, daß diese Alle von der treuen Nachfolge Gottes hinweg gelockt! Da war es hier der Glanz, mit welchem das Glück einen alten, vom Gesetz abgefallenen Oheim begünsttgt, der schon in die jugendliche Brust des Neffen den Weg der ״Aufgeklärten" in freundlichem Lichte erscheinen ließ, und dort war es die leichtere Gelegenheit des Fortkommens, die ״Carriere", die aus dem GReise des göttlichen Gesetzes gelockt. Hier übte das Beispiel leichtsinniger Altersgenossen seine Kraft, dort der blendende Spott eines geistreichen Blasirten, hier war es die Eitelkeit des Gelehrten-Ruhmes, dort die Rücksicht auf den Beifall einflußreicher Männer, hier der Einfluß eines schönen Weibes, dort der lockende Schein blickenden Geldes, hier das alte: ויתערבו בגוים וילמדו ממעשיהם dort das noch ältere: ״ — והייתם כאלקי׳ יודעי טוב ורעHewel" war es immer, unter dieser und jener Maske, immer sinnliche, vergängltche Reize, sinnliche, vergängliche Güter und Genüsse, die uns hinweglockten ans der ewig seligen Nähe unseres ewig segnenden Gottes und uns so lange mit dem Hewel vertraut machten, und solange dem Hewel nachjagen ließen, bis alles Ewige, Göttliche aus unserm inner« und äußern Leben schwand und wir Hewel wurden, wie uns nur Hewel reizte — und fiel uns nimmer ein איה ד״?" zu fragen, kam uns nimmer der Gedanke, ob wir denn mit dieser Entfernung von Gott und seinem heiligen Gesetze nicht auch zuviel einbüßen, ob uns denn auch all das Hewel, das wir erstreben, und hätten wir es in reichster Fülle erreicht, auch nur im Entferntesten einen Ersatz bieten werde für Das, was wir mit dem Verlassen des gottgewtesen en Weges und der gottgefälligen Zwecke hinter unfern Rücken geworfen, was uns als völlig bedeutungslos aus aller Beachtung gekommen, — fiel uns nimmer ein zu fragen, was uns denn Gott und der Wandel mit Gott in all den bangen Jahrhunderten der Wanderung durch die ״Wüste

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