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Jeschurun · 1861-07-01 · Heft 10 (Juli 1861) · p. 513

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 10 (Juli 1861)
Article
Thamus
Date
1861-07-01
Page
513 (sequence 3)
Language
German
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שמעו דבר ד' 513 hätte, indem, nicht wie er verkündet, in Wiedersammlung zur eudlichen, ewigen Vereinigung, sondern in völlig verschwindendem Ausgehen der Zerstreuten Israels in die Völkergruppen, in deren Mitte sie leben, Israels Sendung ihr Ziel erreiche — diese Zeit der Um- Wandlung der Fasttage in Festtage wird vielmehr nur durch Erfüllung der einzigen Bedingung erreicht, die der Prophet selbst jener Verheißung beigefügt: האמת והשלום אהבו, liebet die Wahrheit lind den Frieden! Die Wahrheit lieben, nicht blos sie erkennen, — für die Wahrheit Alles cinsetzen, selbst den Frieden, der doch nächst der Wahrheit den ersten Platz unter den Lebensgütern der Menschen etnnimmt, — die Wahrh eit lieben, keine Täuschung,keinen Widerspruch wollen zwischen unserer Pflicht und unserm Thun, erkennen was wir sollen, und wollen was wir sollen, und vollbringen was wir wollen, diese einzige wahrhaftige Wahrheit, die das höchste, alles Andere bedingende Gut des Lebens bildet, — die Wahrhaftigkeit des Lebens, die eben nichts anderes ist als das gänzliche Aufgehen in den göttltchen Willen, — sie bildet auch die einzige Bedingung zum Heile, und alles Andere ist Lüge und Täuschung., Der Liebe zur Wahrheit muß aber freilich die Erkenntniß der Wahrheit vorangehen, ja die Liebe ist nur aus dem Wege der Erkenntniß zu finden, und die rechte Erkenntniß erzeugt sofort die rechte Liebe. Darum danken wir es den weisen Vätern unseres Volkes, die uns überall die Saaten dieser Erkenntniß in den Weg unseres Ledens gestreut, die vor Allem in den tiefern reichern Born der Wahrheit, in den Schatz des Prophetenwortes hineingegriffen und das Wort der Propheten uns als Begleiter und Retseprediger auf die Wanderung durch daö wechselnde Jahr gegeben. Das Prophetenwort ist noch heute das ״Feuer und der Hammer", die uns mit dem Lichte der Wahrheit erleuchten, mit der Gluth der Wahrheit läutern und mit der Gotteskraft der Ueberwälttgung dem Wahren und Guten den Weg bahnen in unserm inner« und äußern Leben. Sie haben überall die entsprechendsten Perlen aus dem reichen Geistes-Erbe hervorgehoben, und für alle bedeutsamen Zetten des Gedächtnifses und der Besinnung uns durch den Propheteumund gewordene Gottesreden in die Hand gegeben, die nimmer altern, die in jeder Zeit für jede Zeit gelesen und verstanden werden wolle:», auf

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