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Jeschurun · 1861-06-01 · Heft 9 (Juni 1861) · p. 488

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 9 (Juni 1861)
Article
Ein Sendschreiben [Rezension]
Date
1861-06-01
Page
488 (sequence 19)
Language
German
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488 Hw. Dr. 3- Frankels hvdkgetischeS Werk über dle Mischnah re. i senschaft, die wir nicht namentlich aufgeführt) evident ist, daß הבורא יתברך שמו הציג כללי המרות שהתורה נדרשה בהן, daß der allheilige; Gott, der Geber des Gesetzes, die Midoth ausgestellt, vermittelst deren sein Gesetz erforscht und erläutert werden soll, wo fand Herr j vr. Frankel den Math dazu, in sein Buch die Worte der Unwahri heit und Täuschung hinzuschreiben, die Worte, die nothwendig Js-! raelö Söhnen zum Jrrthum und Falle dienen müssen : daß unsere j CH ach am im diese Midoth aus ihrem Sinne ohne Tradition vom! Sinai ausgestellt, und all dieser Autoritäten nicht im mindesten zu geben-! ken, die in vollem Widerspruch zu seiner irrigen Ansicht stehen! Minj bestens hätte er ihnen doch die Ehre erweisen sollen, sie zu citiren und ihre Ansicht zu widerlegen. Allein, so ohne Weiteres dahin zu schreiben: הציגו כללים והם נקראים מרות״", so daß Jeder, der diese wenigen Worte liest, urthetlen muß, daß die Midoth-Regeln von Menschen erfunden und nicht von Gott gegeben worden, und daß dies eine so ausgemachte Sache sei, daß alle רבותינו הקודמים!"ל gar nicht anderer Meinung gewesen, das ist wahrlich die Art einer Geister berückenden Kunst, nicht aber die Weise einer Wahrheit suchenden wissenschaftlichen Forschung! Wahrlich, wenn Jemand הויר נבלות וטרפות aus sinnlicher Lust und Leidenschaft genöße, aber er würde sich aufrichtig zur Göttlichkeit des Gesetzes, d. h. zur sinaitischen Tradition der Gesetzerklärungen, Halachoth ל׳מי־ם und der Midothrcgcl» bekennen, baß nämlich der Geber der Thora selbst dem j Moses viele Etnzclnhciten des Gesetzes mündlich erklärt, die gar nicht, j oder doch nicht ausdrücklich in der Schrift enthalten sind, und daß er ebenso dem Moses Grundregeln der Forschung seines Gesetzes j übergeben, so würde seine Versündigung noch nicht so schwer sein, j als den Satz hinzuschreiben, daß unsere Chachamim ohne Tradition s vom Sinai diese Regeln ausgestellt, auf welchen das Gebäude des! größten Theils unseres religiösen Gesetzes beruht. Denn dieser Satz enthält eine solche Negirung eines Grundprincips des gesetzlichen Judenthums, und ist in so hohem Grade geeignet Israels Jünger von dem wahren Wege des väterlichen Heiligthums abzuführen, daß dessen Autor so lange die schwerste Verantwortlichkeit trüge, bis er unzweideutig zur Wahrheit zurückkehrte und sie entschieden ebenso ) öffentlich bekennen würde, als er sie öffentlich verleugnet. Wohl weiß ich, daß Herr Frankel vormals zur Zeit der Rab-

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