Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1861)
- Article
- Siwan
- Date
- 1861-06-01
- Page
- 468 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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468 Siwan. und zu erforschen bemüht sind, nicht um des ledigen Wissens willen, nein, um es immer voller zu vollbringen, damit sie sich nicht zu schämen brauchen, wenn sie auf seine Gebote Hinschauen! אז לא אבוש בהביטי אל כל מצותיך. Da würden wir ״Lernen" lernen, die geoffenbarten Gottesworte lernen für den einzigen Zweck, für welchen sie uns offenbar worden, nicht um den Kranz gelehrter Eitelkeit an ihnen zu pflücken, sondern בפקודיך אשיהה um geistig in ihnen zu wachsen und zu reifen und in ihnen Gottes Wege zu erschauen, die Wege, die Gott mit uns wandelt, die Wege, die wir mit ihm zu wandeln haben — da würde uns der Durst nach dem göttlichen Worte fassen גרסה נפשי להאוה, wir würden verschmachten, so wir nicht Tag für Tag aus seinem Borne trinken, wie die Luft und das Wasser gehörte es zu «nserm Leben und machte uns sittlich gefand und geistig heiter und stark. Dann mögen sie kommen die Prüfungen des Leides und der Verführung — das göttliche Gesetz hat uns schon auf Alles vorbereitet, wir haben bereits im Geiste Alles durchgemacht, דדך אסונה בהדה׳, haben in ihm gelernt den דדך אסונה zu wählen, es ist das nicht der Weg des ״Glaubens", des bloö festen Dafürhaltens, es ist der Weg des ״Sich von Gott erziehen lassens", der Weg des Festhaltens an Gottes erziehendem Wort, das er gesprochen in seinem Gesetz, und für das er uns die Aufgaben gestaltet im Leben. Seine ״Worte" und ״Gesetze", seine ״Aufgaben" nnd ״Verheißungen", seine ״Lehre", seine ״Ordnungen" und ״Zeugnisse", sie sind das Rüstzeug für unser Leben — und kommt das Leben: דרך מצותיך ארוץ כי הדהיב לבי, rüstig und mit weitem, fröhlichem Herzen schreiten wir den Weg, den uns Gottes Gebote gewiesen. — O, daß wir alle aus diesem alten Tagebuche eines zu Gott und für Gott strebenden Mannes lernten, ehe wir daran gehen die Welt zu bessern und den äußern Kampf für Gott und seine heilige Sache zu wagen, daß wir lernten erst uns zu bessern, erst uns zu einem solchen Kampfe mit dem ersten unentbehrlichsten Rüstzeug — der eigenen Würdigkeit waffnen! Daß wir doch bedächten, daß Gottes Sache nicht auf viele, sondern auf reine Streiter wartet, daß auch von ihr gilt was Jonathan zu seinem Knappen gesprodje«: כי אין לד׳ מעצור להושיע ברב או במעט, nichts hindert Gott den Steg zu verleihen mit Vielen oder wenigen, wenn diese Wenige nur