Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1861)
- Article
- Die Reform des jüdischen Gottesdienstes
- Date
- 1861-05-01
- Page
- 416 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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416 Die Reform der jüdischen GottcSdiensicS. Stfthe Cohen zu I. Deah C. 214, § 4 im Namen des R. S. n Lorja, in gleichem Pert Chadasch zu O. CH. C. 406 § 26.) Aehn- } lich verhält es sich mit der Feier des ersten Neumondstages und mancher andern Einrichtung, die Herr <8. noch berührt. Auch das Vorlesen aus der Thora beim Nachniittagsgottesdtenst des Sabbatl/s will Vers, abgeschabt wissen, weil — wie er sagt — diese Einrichtung offenbar ihren Grund darin hat, daß Viele, die! gerade an diesem Sabbath in der Stadt waren, aber vielleicht am; folgenden, wie mitten in der Woche verhindert wurden, doch einen i kleinen Ersatz erhalten sollen; dieser Grund aber falle nunmehr weg. Wir begreifen nicht, warum dieser Grund nunmehr wegfällt, und bemerken noch, daß es keiner Präsumtion bedurft hätte, weil die Ursache der Thora-Vorlesung beim Minchah am Sabbath ausdrücklich B. kama 82, 1 angegeben ist. Die Reihe kommt nun an die ausgezeichneten Sabbathe, die sogenannten arba Parschioth, welche Verf. als antiqutrt verabschiedet. i Da Verf. so gern die Mischnah citirt, so nimmt uns Wunder, warum er. mit keinem Worte andcutct, daß diese Sabbathe sämmtlich in der Mtschnah Meg. 29, 1 Vorkommen. Manche Autoren sind der Meinung, daß die Vorlesung des Abschnittes S a ch o r pentateuchische Vorschrift sei; s. O. CH. C. 685 § 7. R. Jsserlein in seinen Gutachten (ת״הד) No. 108 stellt diese Vorlesung höher als selbst die des Buches Esther; so hätte es vielleicht doch noch der Erwägung bedurft, ob nicht trotz der Sympathien des Verf. für Amalek, dieser so sehr kleine Abschnitt zu amnestircu wäre. Die zweiten Tage der Hauptfcste erwähnt der Verf. nur nebenhcr als kalt accompli. Er hält es für überstüssig, nochmals ihre Unzweckmäßigkeit nachznwetsen, da bereits an den verschiedensten Orten erschöpfend darüber verhandelt worden. Auch wir übergehen daher diesen Punkt, und begnügen uns mit dem, was dagegen in neuester Zeit für die Unverletzlichkeit dieser Tage geltend gemacht worden ist. Endlich sagt der Verf. noch von den Halbfeiertagen (Chol ha Mocd): ״Vom Vorlesen ans der Thorah oder Mußaph kann nicht die Rede sein"; und hat er Wohl schwerlich daran gedacht, daß es Nech. 8, 18 vom Hüttenfeste ausdrücklich heißt: ״Und man las in dem Buche der Lehre Gottes Tag für Tag, vom -