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Jeschurun · 1861-05-01 · Heft 8 (Mai 1861) · p. 415

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Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 8 (Mai 1861)
Article
Die Reform des jüdischen Gottesdienstes
Date
1861-05-01
Page
415 (sequence 18)
Language
German
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Von Rabbiner D. Deutsch. 415 durch de« Umstund, daß dieH. S. ihn durch ein besonderes Opfer ausgezeichnet und in dieser Rücksicht den Sabbathen und Festtagen an die Sette gestellt hat. Wir können daher durchaus nicht finden, daß in spätererer Zeit, abgesehen vom Opfer, die Würde deS Neumonds gesunken sei. Daß die Verkündnngsfeierlichkett anfgehört hat, kann am wenigsten für Herrn G. von Belang sein, da er sicherlich nicht zugeben wird, daß diese eine pentateuchisches Gebot sei. Kurios aber ist es, daß Herr G. im Wege des Vergleichs dem Neumond die Hallelpsalmen belassen will. Warum gerade die Hallelpsalmen? Etwa weil das Recttiren derselben am Neumond ein bloßer Minhag ist, welcher, wie aus Thaanith 28, 2. hervorgeht, zur Zeit Rab'S noch nicht sehr verbreitet gewesen? Vergl. Maim. H. Meg. C. 8 § 7. Der Vers, bespricht nun die vier Fasttage. Er kann zwar nicht nmhin einzugestehen, daß diese Fasttage vom Propheten Secharjah (Sechar. 8, 19) erwähnt werden, uieint jedoch, daß er ihnen keinen eigentlichen Werth beilegt; was hierunter zu verstehen, wird nicht deutlich gesagt. Er fährt fort, daß die Mtschnah von andern bestimmten Fasttagen außer dem neunten Ab nichts weiß, und schließt, daß nur eine gewisse Feier des neunten Ab noch beizubehalten sei, sonstige Fast- und Trauertage aber feien bei der wirklichen Abwesenheit aller Trauer im Herzen nur eine verwerfliche Lüge und müssen beseitigt werden. Hier wird wiederum die Gesammtheit Israels vom Vers, der verwerflichen Lüge geziehn. Abgesehen davon, daß es auffallen muß, woher Verf. die Divinationsgabe hat, zu wissen, daß aus allen jüdischen Herzen die Trauer über die, jenen Fasttagen zu Grunde liegenden betrübenden Nationalereignisse geschwunden, hätte er aus Maim. H. Thaanith C. 5. § 1. ersehen können, daß die Bestimmung jener Tage nicht eigentlich die Trauer ist, sondern die Erinnerung an unsere und unserer Väter Sündhaftigkeit, die Ursache aller betrübenden Nationalereignisse, um dadurch nachdrücklich zur Buße und Besserung angeregt zu werden, was sicherlich unserer Zeit jedenfalls nicht minder als irgend einer andern noth thut. Diese Fasttage haben sich seit Jahrhunderte beim gesammten Israel Aufnahme und Geltung verschafft, und sind deswegen für jeden Anhänger des bestehenden Judenthums streng verbindlich und durchaus unverletzlich (Tur. O. CH. C. 550. B. Jos. das. vergl.

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