Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 7 (April 1861)
- Article
- Nissan
- Date
- 1861-04-01
- Page
- 381 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Peßach-Woche. 381 Stunde unserer Erlösung hinein und unserer Errettung, die als die Gottesthat sonder Gleichen in der Geschichte der Menschheit dasteht, daß Gott in die Mitte der Staaten hineingetreten לקחת לו גוי כקרב גוי במסת באחת ובמופתים ובמלחמה וביר הזקה ובזרוע נטויה ובמוראים גדלים ככל אשר עשה לכם ר' אלריכם במצרים לעיניך, sich ein in den machtige» Organismus eines andern Volkes versunkenes Volk aus der Mitte dieses Volkes heraus;»greisen mit Seine Wunderallmacht offenbarenden, Sein Wesen bezeugenden, der Menschen Derirrung und Schwache zum Bewußtsein bringenden Thaten, die Krieg führend, Gewalt sprengend, Macht brechend und Gemüth erschütternd Alles vor sich niederwarfcn, was sich der Erfüllung seines Willens widersetzte, — das Brod, das sieben Tage lang uns predigt: אתה ״ ,הראח לרעת כי ד' הוא האלדי' אין עור מלבדוDu bist durch eigene Erfahrung zu dem Bewußtsein gebracht worden, daß ד׳ Gott sei und außer Ihm Nichts!" deine Augen haben es gesehen, daß man Sklave sein kann, mit Füßen getretener Sklave, so Sklav sein kann, daß man nicht einmal über die Zeit verfügen kann sich den Bissen Brod menschenwürdig zu bereiten, Sklave, ohnmächtigster Sklave der machtstolzesten, politisch größesten und staatlich klügsten Gewalt und doch — durch die furchtlose, völlige Dahingebung an den Einen Einzigen, der mächtiger ist als alle Macht und größer als alle Größe und weiser als alle Klugheit ohne eigenes äußeres Zuthun, lediglich durch die innere Dahingebnng an den ewigen Dienst des Einen — mit dem Sklavenbrod in der Hand — frei werden! Eben diese Dahingebung unseres ganzen Seyns und Wesens, Lebens und Strebens mit dem ganzen Ausmaß unserer Kraft und dem ganzen Bereiche unserer Mittel an den Dienst des Einen Einzigen, das ist's, womit wir die Erlösung verdient — בעכור זה עשה ר', לי — und das ist's, womit wir uns die Erlösung erhalten. Denn mit Nichten ist die Geulah ein einmaliger Akt vergangener Jahrtausende, der einmal geschehen hinter uns liegt und von dessen Früchten und Folgen wir gedankenlos, mühelos, energielos zehren könnten. Jeden Tag, jede Stunde, mit jedem Athcmzuge bedürfen wir der Geulah — מה פרנסה בכל יום אף גאולה ככל יום; seitdem Gott sein Volk aus Mtzrajim zu seinem Volke hcrausgegrtffen, findet Jsrael um: aus den Adlcrfittigen seines Gottes den Boden seiner Existenz und seiner Blüthe — es steht noch immer die Lenden gegürtet,