Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 7 (April 1861)
- Article
- Nissan
- Date
- 1861-04-01
- Page
- 380 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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380 Ntffan- und die Gottesherrschaft auf Erden zu verkünden, von Israels Hei roldschaft für das Gottesreich auf Erden — und nicht bedenken, daß s diese Reden und Dichtungen, diese Predigten und Gesänge taube!: Nässe, leere Schalen sind, so wir das Gottes-Reich, die Gottes-Herrschast, d. i. den Gottes-Gehorsam nicht bet uns beginnen lassen,; ihn nicht zu allererst zum מושל בכל אשר לנו, zum Gebieter und Herrn über alles Unsrtge, über unsere ganze Kraft und über unsere ganze Zeit und über alle unsere Lebensbeziehungen machen, so wir nur ״Jtsrael" nach Außen, aber nicht ממשלותיו״" nach Innen sein wollen und uns begnügen ihm ein Paar verlorener Minuten unserer Jahre, ein paar Brosamen unserer Güter, ein paar Rührungen unseres Herzens als abfindende Opferspeise zuzuwerfen. Seht das Gedächtnißfcst unserer Nationalgeburt! Es ist nicht auch eine Kalenderzeit wie Kalenderzetten anderer Kreise. Es kommt auch nicht unangemeldet, unvorbereitet. Schon Monate voraus hat eS seine Herolde gesendet: Schekalim und Sachar, Parah und Chodesch, die bedeutendsten Momente unseres Nationalbewußtseins anzuregen: unser Aller gleiche Pfltchtstellung zum Gottesheiltgthum im Innern, unfern gvttgeschützten Gegensatz nach Außen, das Bewußtsein der sittlichen Freiheit, die sich über alle sinnliche Gebundenheit zu erheben vermag, und die Zuversicht in die Gotteserlösung, die für i jede physische, sociale, sittliche Gesunkenhett und Verdunkelung wiedergebärende Erhebung und Verjüngung bietet. Und wenn es nun kommt das Fest, stehe, da find es nicht unsere Synagogen, unsere Tempel, die für das Fest unserer Nationalgebürt zu schmücken waren, da sind es unsere Häuser, unsere Häuser in denen es wach wird, und wer erkennen will, was Zudenthum heißt, der komme und sehe unsere Peßach-Woche! Alle Räume unserer Häuslichkeit, unseres Besitzes und unserer j Nahrungsthätigkeit sollen das Gepräge unseres Festes tragen. Bis in die letzten Winkel unserer irdischen Umgebung dringt der Geist j dieses Festes und verscheucht vor seinem Hauche Alles, woran Gott z die Verleugnung jener Grundwahrheit unsers Nationalbewußtscins י geknüpft hat, die Verleugnung unserer faktischen Erlösung durch, Gott. Brod, Brod für unfern Tisch, nicht für den Altar, gllt es zu bereiten, Brod daS ״so viel zu erzählen weiß", von unserer beisptellosen Errettung, von unserm Elend bis in die mitternächtliche Z