Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 7 (April 1861)
- Article
- Vorläufige Abrechnung
- Date
- 1861-04-01
- Page
- 370 (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
- article
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- Rashi 1× ep/1002670
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370 Vorläufige Abrechnung. daß, wenn sie in Palästina vergessen war, sie von Babylon ans wieder restanrirt worden. Es ist somit hier gerade erwiesen, daß im Schooße der Do- 016818. magna, die doch eben sich aus den nach Babylon exilirten und von Babylon heranfgekommenen Weisen constituirte, die Tradition n i ch t vergessen war. So auch Nascht zu St. 'שמיום שגלה יכני החרש והמסגר עמו היחה ישיבה מעד׳ ככבל. Es ist aber auch ferner evident, daß es sich hier gar nicht um ein Vergessen der Tradition, sondern um ein höchst theilweises Zweifelhaft-geworde»-s ein handelt. Das ist aus dem חזרה ונשתכחה עלה הלל und noch mehr aus dem חזרה ונשתכחה עלו ר' חייא ובניו bis zur Gewißheit klar. Zu R. Chija's Zeiten, umnittelbar nach ר' יהודה הנשיא, war wahrlich nicht die Tradition vergessen. Die ganze שכחה, um die es sich dort in R. Chija's Zeit handelt, betrifft die Erklärung des Wortes חועלות in der Mischna, welche Art von Matte oder Weidegestecht darunter zu verstehen sei!!! Darum auch Raschi z. St. in Beziehung auf die Zeiten Hillel's:לא נשתכחה כולא קאמר אלא הלכות שכוחות מכני כתירח וכוי Warum wir aber endlich uns von vornherein gegen etwaige willkürliche, von der Auffassung der Gemara abweichende Erklärungen der Mischnah verwahrt, da doch Frankel S. >31 wo er eine von der Gemara abweichende Erklärung des דיקרב במיחא מסתאב Eduj. 8. 4. giebt, ausdrücklich erklärt, es sei ihm gestattet, weil es keine Halachah, sondern eine antiquarische Forschung betreffe — darüber wollen wir schließlich Herrn Landau den Bescheid keines- Wegs vorenthalten. Wir haben uns nur darum dagegen verwahrt, weil eben an der von Herrn Landau cittrten Stelle Herr Frankel zeigt, welch einen unwissenschaftlichen, unkritischen, tcndcnzivsen und gar nicht so unschuldigen Gebrauch er von der, unter der so unschuldig scheinenden Firma ״antiquarische Forschung" in Anspruch genommenen Freiheit in Erklärung der Mischna zu machen gedenkt. Die Gemara Aboda sara 37, sucht die Feststellung des Inhalts eines sich auf drei halachische Gegenstände beziehenden Zeugnisses des Joßi ben Joefer, in deren Folge diejenigen, vor denen er dieses Zeugniß abgelegt, ihn ב׳ר שריא genannt. Der dritte Gegenf stand dieses Zeugnisses lautet ודיקרב למיתא ממאב (in מסתאב :עריות).! Nachdem mehrere Erklärungen dieses Ausspruches versucht und aus s