Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1861-03-01 · Heft 6 (März 1861) · p. 333

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 6 (März 1861)
Article
Noch ein Wort an Herrn Dr. Duschak
Date
1861-03-01
Page
333 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2932754-2932891-2932898-2945620--06384-2945691
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Von Rabbiner D. Deutsch. 333 schcn Rabbinen, die ihm so sehr nahe gestanden, besser als uns bekannt gewesen, und sie ihm ohne wichtigen Grund nicht widersprochen hätten, was denn auch für die Halachah geltend gemacht wird; s. R. Alfasst Erubin zu Ende: ואנהו הוו בקיאי בגמרא רבני מערבא טפי מינן ואי לאו דקים להו ff. Dies Argument läßt sich selbstverständlich auch für Facta geltend machen; warum sollte mich in Bezug auf diese Babli ohne Noth von Jerusch, abgewtchen sein? Demnächst aber weil, in Folge der dunklen Sprache des Jerusch, und der seltneren Beschäftigung der Gelehrten mit demselben, sich dort nur zu oft viele Fehler und unrichtige Lesearten eingeschlichen haben. So lesen wir Chawoth Jair Gutach. 23: אין לסמוך על נוסחאות הירושלמי שבירינו.... אבל כבר ידוע שהיוסחאות מרובים ומופלגים בטעיוח חסר ויתיר חילוף וסירוס באופן שאין להחליט פירושו ממקומו. Jad Maleachi כללי התלמוד §. b führt einen noch gewichtigem Gewährsmann an, den Nachmanides: ככר ירעת שרבו השמשים והנוסחאות בירושלמי והסבה הגדולה מיעוט השגחת הלומדים בו ואין עליו רק א' ברור; und deshalb liegt es auf der Hand, daß große Behutsamkeit in allen Fällen noth thut, wenn man dem Jerusch, folgen will, namentlich wo er mit Babli nicht übereinstimmt. Dennoch war ich sehr begierig, die einschlägigen Stellen im Jerusch, mit eigenen Augen zu sehen, weil H. D. immer darauf zurückkommt, daß sie klares Licht verschaffen, und habe ich mir von ihnen Kenntniß verschafft. Was aber habe ich gefunden? Die vollkommenste Bestätigung meiner ausgesprochenen Muthmaßung, daß es auch mit Jerusch, so gar gefährlich nicht sein werde. Ja, es waltet, abgesehen von einigen ganz unwesentlichen sthlistischen Abweichungen, zwischen Jerusch, und Babli durchaus keine Verschiedenheit ob, als daß Jerusch, wie Thoseftha das Wort והזקנים nach ר״ג hat, was im Babli fehlt. Mit vollstem Rechte kann ich ausrufen: 'ישישו בני מעי ובו Ich £'tte den geehrten Leser selbst nachzuschlagcn; und doch hat Hr. D. die — nun welches Wort soll ich doch gleich gebrauchen, um den Herrn nicht wieder zu verletzen? — sich wiederholt auf Jerusch, zu berufen, und spricht noch groß von Kritik und Wahrheit! — Doch halt! es ist noch eine Verschiedenheit! Maaßer Scheut 5 hat die Lesart על גב מעלות האולם, wovon Hr. D. keinen Gebrauch machen will, weil mir Jerusch, nicht vorliegt. Sehr gütig; nur hätte er nicht vergessen sollen zu bemerken, daß nach האולם noch die Worte ז1?(1^בחר הבית. Wenn ich nicht irre, so versteht Hr. D. hier un-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.