Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 6 (März 1861)
- Article
- Zur jüdischen Schulfrage
- Date
- 1861-03-01
- Page
- 321 (sequence 3)
- Language
- German
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Conserenjen. Rkvifwnen. Eramin. — Von Dr. SK. Hirsch. 321 i Ihr liegen — und gerade dadurch unterscheiden sich unsere Eonferenzen von denen anderer Anstalten, deren Thätigkeit sich mehr auf die Ausfertigung der Censuren, Versetzungen und außerordentliche Vorfälle im Schnlleben beschränkt — stets eine solche Fülle j von Gegenständen zur Besprechung vor, daß es eines Zuschusses von besonderen Ausgaben für ihre Beschäftigung nicht bedarf. Ihre Thätigkeit bewegt sich auf folgenden Gebieten: 1. Alljährlich wird der gesamwte Lehrplan, also sämmtliche Gegenstände und ihre Vcrtheilung in die Elasten, und zwar in; der Richtung durchsprochen, ob sich vielleicht im Laufe des Jahres Gründe herausgestcllt haben, die irgend welche Veränderung als zweckmäßig erscheinen lassen konnten. Der Rektor dürfte dabei von dem Grundsatze ausgehen, daß, wenn einerseits allzu häufige Veränderungen im Interesse einer anzustrebenden Consolidirung der inneren organtschcn Einrichtungen zu vermeiden sind, anderseits die oben bezeichnete Gefahr eine Anstalt gerade dann »m so mehr bedroht, je mehr ihr die allgemeine Anerkennung bereits gesichert ist. Durch diese regelmäßig wiederkehreude eingehende Diskutirung des Lehrplans wird nun, wenn mir der Ausdruck gestattet ist, Alles im Fluß erhalten, und wenn sich daun nicht selten schließlich ergiebt, daß kein Grund zu einer Aenderung vorliegt, so belebt sich dadurch stets das Bewußtsein, daß das Bestehende nicht deßhalb zweckmäßig und gut sei weil es einmal so eingeführt — das Princip aller Verknöcherung — sondern, daß es so eingeführt sei, weil es sich als das Zweckmäßigste herausgcstellt. Nur aus diese Weise vermehren Erfahrungen wirklich das geistige Capital einer Anstalt, nur so gewinnen Methode und Lehrgang von Jahr zu Jahr festere Consistenz; denn nicht die vis 1n6rtis,6 deckt sie mit dem continnirlich sich mehrenden Staube des Schlendrians, sondern sie wurzeln in immer festerem von der Kritik stets durchfurchten Grunde. Daß, wenn so im Einzelnen stets und überall die bessernde Hand angelegt wird, mit der Erreichung des der Anstalt gesteckten hohen Zieles: "pnk ״חורה עם דרך immer näher zu kommen, die großen Grundzüge des Lehrplans, das Verhältniß des den beiden großen Bildungs- und Erziehungssphärcn bestimmten Zeitausmaßes außer aller Frage bleiben, versteht sich von selbst. Es handelt sich ja um eine möglichst