Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 6 (März 1861)
- Article
- Aus einem Briefwechsel über die Psalmen
- Date
- 1861-03-01
- Page
- 317 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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über die Psalmen. 5. 317 | i i ternde Gemüthsbewegung, seltener die aufgeregte, zürnende. Also: ״Zittert nur einmal, so werdet ihr nicht sündigen," oder besser viel-; leicht im Zusammenhänge mit allem Folgenden: ״Zittert nur ein- ״mal, so daß ihr nicht sündiget, sprcchet's auch nur in eurem Her- : ״zen, auf eurem Lager und harret schweigend; opfert dann Opfer ״der Gerechtigkeit und blicket dann vertrauensvoll zu Gott hin!" i Ihr, die ihr meiner Unterordnung unter Gott und meines Umgangs mit Gott spottet und fie als Schwache und erfolglose Täuschung j belächelt, Versuchers nur einmal! Fürchtet nur einmal so Gott, daß ihr nicht sündiget, bearbeitet euer Inneres zu dieser ernsten Stimmung auch nur in stillem Zwiegespräch mit eurem Herzen — das i ist ja die eigentliche תפלח, das eigentliche Beten — auf eurem La-; ger, so werdet ihr schon in der ״still zu Gott harrenden Ruhe"! die Frucht dieses ״Gebetes" finden, es wird euch dann schon das Gebet als keine ״zu belächelnde nutzlose Schwäche" erscheinen. זבחו זבחי צרק, opfert dann aber die freudigen Opfer der Gerechtigkeit und dann blickt mit kühnem Vertrauen zu 'ר hin!" אל תחטאו״ und סור מרע ,"צדק und עשה טוב, Lauterkeit und Pflichttreue, das sind die unmittelbar in jeder währen תפלח anzustrebenden Ziele, jene zitternd, diese in froher, heiterer Lebensfreude, זבח; und die lohnende Frucht von jener, der Lauterkeit, ist רומיח, die Seelenruhe, von dieser aber, der opferfreudigen, pflichttreuen Erfüllung des Guten:'בטוח אל ר, das zuversichtliche und keiner Täuschung ausgesetzte Erwarten alles Heiles und aller Hülfe von Gott. 'בטוח בר heißt auf Gott vertrauen, eine Gesinnung, die auch dann zur Bethätigung kommt, wenn man bereits im Besitze des göttlichen Beistandes und seiner Gnade sich befindet. 'בטוח אל ר heißt aber vertrauensvoll zu Gott Hinschauen, seines zu erhoffenden Beistandes gewiß sein. — Erwägen wir, wie hier die Frucht für Reinheit und Pfiichttreue des Lebens als die wesentliche Bedingung eines wahren Gebetes gesetzt ist, so dürfte damit wohl auch das Epitheton: אלדי צדקי in ein helleres Licht treten, mit welchem gleich der Eingang sich an Gott wendet. Gott ist in doppelter Beziehung אלרי צדקגו, Gott fordert Pflichttreue von uns und hilft uns zur Pflichttreue, indem er unsere sittliche Freiheit und Kraft mehrt wenn wir betend uns zu ihm wenden. Er ist Förderer und Schöpfer unserer Gerechtigkeit. הבא לטחר מטעי; לו רבים אומריס u. s. w. Hier nun Davids eigentliches Gebet, besten