Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 6 (März 1861)
- Article
- Aus einem Briefwechsel über die Psalmen
- Date
- 1861-03-01
- Page
- 311 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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über die Psalmen. S. 311 loren achten. Vgl. Ps. 142, 2: .קולי אל ד׳ אזעק קורי אל ד' אהחנן ויענני und er hat mich schon erhört; denn: אני שכבתי u. s. w. — מהר קרשו, selbst bevor noch der Tempel aus der Moriah-Höhe gebaut war, wurde die für das Heiligthum bestimmte Stätte, und darum in weiterm Sinne auch Jerusalem und das heilige Land הר genannt: 2. B. M. 15, 17 5 —!חטעמו בהר נהלהך. B. M. 3, 25 ההר הטוב הזה. — das. 33, 19 עמים הר יקראו. — und am frühsten: 1. B. M- 22, 14 בהר ר' יראה. Wenn aber David hier, wie nie wieder, die ihm gewordene Erhörung ausdrücklich auf הר קרשו zurückführt, so dürfte nach dem ganzen Inhalt und Zusammenhänge htemit wohl gesagt sein sollen, daß er nicht nur als Geschöpf vom Schöpser, als Mensch von Gott, sondern — obgleich scheinbar von seinem Volke ausgestoßen und um seine ganze Stellung für Israel gebracht — dennoch noch im tiefsten und innigsten Zusammenhänge mit Jsrael und dessen großer heiligen Bestimmung, als Jude und מלך ישראל Erhörung gefunden. — קומה ר' הושיעני u. s. w. Hilf mir mein Gott, denn du hast bereits allen meinen Feinden aus die Wange geschlagen; ja, die Zähne der Frevelnden hast du bereits gebrochen. מבה לה׳, ein Wangenschlag, ist auch im Hebr. ein Schlag der Beschämung, so 1 ויכה אס מיכי׳ על הלהי. Kön. 24, 24. בחרפה הכו לחיי Job. 16, 4. ״Ich wage es dich aufzurufen für mich etnzuschreiten, wage es dich als meinen Gott um vollends siegreiche Hülfe anzuflehen, denn beschämt hast du bereits alle meine Feinde", — durch deine geistige Nähe, die mir geblieben und die -mich aufrecht und ruhig erhält, wo sic mich niedergeschlagen und verzweifelnd erwarten, hast du ihnen bereits Beschämung bereitet — ״die Zähne der Frevler hast du bereits zerbrochen" — vernichten, das fühle ich, können sie mich nicht: vollende deinen Beistand und hilf mir zum Stege! — Doch er besinnt sich, es ist ja sein Volk, das ihm gegenüber steht. Er unterbricht daruni seine Bitte, לר' הישועה n. s. w., doch Gottes ist die Hülfe, sie ist ihm anheimzustellen, gieb nur deinem Volke deinen Segen, verhänge nur das, was deinem Volke frommt und heilbringend ist, על עמך ברכחך מלה. Etwas mehr Nachdenken dürfte der 4. Psalm in Anspruch nehmen, wenn wir uns seine» Inhalt und Gedankengang zum Bewußtsein bringen wolle». Lesen Sie denselben mit einiger