Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 7 (1860-1861)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1861)
- Article
- Zur Geschichte der Judenverfolgungen im 14. Jahrhundert
- Date
- 1861-02-01
- Page
- 286 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2932754-2932891-2932897-2945510--06310-2945592- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
286 Zur Geschichte der Jut>enp,erfplguygen jyi 14. Jahrhundert, er noch bei Allem was ihm theuer ist, dass er alles das ״freiwillig" ausgesagt, was ihm nur die Tortur des Henkers abgepreßt hat. Daher die famosen Aussagen in den hetüchtigten Hexenprozessen, daher auch die Abenteuerlichkeiten, die in so detaillirter Weise in unserin Prozesse zu Tage gefordert wurden; eine Analogie auf welche wir schon oben hinwtesen. 2) Wir sprechen den Satz aus: Nach dem heutigen Stande der Wissenschaft cristirt kein Gift — im engem Sinne, wir sehen hier natürlich von den Contagien z. B. dem Pockeneiter, dem shphhlittschen Virus rc. ab — welches eine Krankheit erzeugt, die ansteckend ist, also von einem Menschen auf den Andern übertragen werden kann. Hätten daher die Juden auch alle mineralischen und pflanzlichen Gifte der Welt und auch ״Frosch- und Spinnengift" und ״Christenherzgtst" und ״Hosticngift" zusammen in alle Brunnen und Quellen gelegt, sie hätten mit allem diesem zusammengenommen, doch keine contagiöse Krankheit erzeugen können, wie sie im ״schwärzen Tode" ja nach dem übereinstimmenden Ausspruche sämmtlicher Beobachter uns in so hohem Grade vorliegt. — Diese medizinische Wahrheit scheint auch schon einem Zeitgenossen, dem bereits obengenannten Cyriacus Spangenberg vorgeschwebt zu haben, der sich folgendermaßen äußerte ״ob sie aber die Brunnen vergifftet hatten au alen orten, weis ich nicht, sonderlich das darus die Pestilentz solt durch gantz Enropan komen ist nicht glaublich, dennGifft bringet ja nicht die Pestilentz sondern den gewissen Tod^). 3) Sind wir wahrlich nicht verlegen, um eine Ursache für die Entstehung dieser furchtbarsten aller Seuchen aufzuflnde». Es gingen so furchtbar großartige Umwälzungen, und. Erschütterungen im ganzen Erdball — von China bis nach Grönland — vorher, in der Luft selbst zeigte sich, was vielleicht einzig in der Geschichte der Seuchen dasteht, nach den übereinstimmenden Berichten der gewissenhaftesten Beobachter, die Anwesenheit deletärer Stoffe s?) Spangenberg l. c. p. SZ6d.