Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1861-02-01 · Heft 5 (Februar 1861) · p. 277

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
7 (1860-1861)
Issue
Heft 5 (Februar 1861)
Article
Zur Geschichte der Judenverfolgungen im 14. Jahrhundert
Date
1861-02-01
Page
277 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2932754-2932891-2932897-2945510--06301-2945583
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

»on vr. M. Ralph. 277 IV. Item den 8. Oct. ist die Setieta22) des Juden Aquett Ehe- Weib zwar an die Folter ein wenig gezogen, ist aber davon wieder gelassen worden, und hat bekannt, daß umb das Fest Johanns des Täuffers nechsthin vbbcsagter Provenzal per C hin um er (?) und der Jud der zu Vivay verhaftet und wieder loß gelassen worden, hatte ihr, wüste nicht wie, vor seiner Behausung etwas von Gisst einer welschen Nuß groß in einem Läppchen gebunden gegeben, das sie in die Brunnen legen solte, damit die Leuthe die sich des Wassers derselben gebrauchten, erkrankten, Sie hätte das Gisst dem Juden Mamsson und seinem Weibe gegeben zu dem ende, daß er dasselbe in die Brunnen legen solte. Item den 18. Oct. ist die Belieta zur Folter gebracht, und wieder Herabgelaffen worden, da hat sie bekannt, daß bcrührter Provc nzal ihr ein Pulver einer welschen Nuß groß gegeben hätte, das sie es in die Brunnen legen sollte, damit die Leuthe die des Wassers sich bedienten, erkrankten und darnach stürben, daß sie denn genommen und es verrichtet. Gefragt, ob von diesem Gissts- Handel sonst ein Jud Wissenschaft hätte? sagt, daß die sogenannte Geney eine Jüdin und Jocet von Tour wol drumb wüsten. V. Agnetus der Jüdin Beltetac Sohn ist ein wenig an die Folter gelegt, als er wieder heruntergelrssen, hat er des Bandttons Sohn, Aquetnm, zu Neustadt beschuldiget und gesagt, daß er durch sein Fenster gehört gehabt, daß gemelter Aquet zu seinem Vater Banditon gesagt, Ein Jud Provenzal den er nicht kennete, hätte ihm vor 12 Wochen Gisst geben in einem papiernen Deutchen, und hätte zu ihm gesagt, daß er den Gisst in einen guten Brunnen legte, und hätte gehört, daß sein Vater ihm befohlen, daß er den Gisst in den ersten Brunnen, den er antreffe, legen sollte, hätte auch nachgehends gehört, daß dieser Aquet des bcmelten Juden Sohn seinem Vater gesagt, daß er den Gisst gelegt und ge- **) wahrsch. Bella (Bella) auch sie suchte zackst die Schuld »on sich abzuwenden »nd gab den schon Hingerichteten Mamson als 2-hätcr an. EinezwciteFoltertvur reichte aber schon hin auch sic ctnsehen zu laffen, daß sic ja doch verloren sei.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.